Automatische Notabschaltung für Hochleistungs-Tests

21.11.18 | Unternehmen

Der Emergency Shutdown Controller von AMOtronics wurde als erstes aktives Monitoring-System speziell für Hochspannungs- und Hochstrom-Tests entwickelt – er überwacht in Echtzeit und reagiert bei Störfällen sofort.

Bei Hochspannungs- und Hochstromprüfungen von Leistungskomponenten für die Energieerzeugung oder -übertragung besteht ein erhöhtes Risiko von Störfällen. Der neue Emergency Shutdown Controller von AMOtronics bietet hier als erste Industrielösung aktiven Schutz für die wertvollen Laboranlagen. Bei vergleichsweise geringen Kosten können damit Beschädigungen und Ausfall hochwertiger Komponenten wie Stromgeneratoren und Kondensatorbänke und damit einhergehende langwierige und teure Testausfälle verhindert werden.

Der Controller überwacht in Echtzeit Laborversuche mit Gleich- oder Wechselspannungen aller Spannungs- und Leistungsebenen. Innerhalb von 1 µs initiiert er im Störfall über seine Ausgangssignale die sofortige Notabschaltung und kann weitere Schutzmaßnahmen einschließlich komplexer Sicherheitsabfolgen wie kontrollierte Erdung, akustische und optische Warnsignale etc. auslösen.

Intelligente Test-Überwachung in allen Phasen

Während der verschiedenen Schaltzyklen eines Leistungstests überwacht der Emergency Shutdown Controller beispielsweise an bis zu acht Eingängen ein- oder dreiphasig Strom- und Spannungswerte. Dabei erkennt das System selbstständig den Testbeginn, kontrolliert und protokolliert dann kontinuierlich den Testfortschritt und reagiert bei einer Störung. Trennfehler bei Schaltertests werden ebenso erkannt wie Überstromfehler. Auch die korrekte Beendigung der aktiven Testphase wird geprüft. Die geplante Testdauer kann wahlweise als Zeitwert oder über die Anzahl der Sinus-Halbwellen festgelegt werden. Auch in den Pausenphasen bleibt das System aktiv und überwacht Spannungen und Ströme auf Einhaltung zulässiger Pegel. Für typische Leistungsschalter-Tests bietet AMOtronics vordefinierte Konfigurationsmasken.

Dank seiner hohen Flexibilität ist der Emergency Shutdown Controller prädestiniert für den Test von Prototypen in der Produktentwicklung. Zugleich ist die Anwendung so einfach und standardisiert, dass ebenso Reihentests bei Typ-, Stück- und Inbetriebnahmeprüfungen in der industriellen Produktion wirtschaftlich sinnvoll durchführbar sind.

Für die Übertragung der Ausgangssignale setzt AMOtronics – wie bei der Datenübertragung der hauseigenen SATURN-Messsysteme – auf vollständig isolierte Lichtwellenleiterübertragung. Das garantiert robuste Widerstandsfähigkeit gegenüber den bei Leistungsschaltertests typischen elektromagnetischen Störeinflüssen. Digitale Signalfilter reduzieren zusätzlich während des Monitorings kurzzeitige Störimpulse, wodurch eine unbeabsichtigte Fehlabschaltung verhindert wird. Große Distanzen zwischen Kontrollraum und Testzellen überwinden die optischen Leiter problemlos und ohne relevante Zeitverzögerung. Auf Wunsch sind von AMOtronics schnelle IGBT-Halbleiterschalter zur direkten Ansteuerung von Leistungsschaltern erhältlich.

Der AMOtronics Emergency Shutdown Controller entspricht den Prüfanforderungen für digitale Datenverarbeitung gemäß DIN EN 61083 für Messgeräte und Software für Messungen bei Hochspannungs- und Hochstrom-Prüfungen. Er fügt sich als Stand-Alone-Gerät nahtlos in jede existierende Laborumgebung ein. AMOtronics integriert das System aber auch in die eigenen SATURN Messsysteme. So ist es z. B. möglich, die Messsignale eines SATURN Transientenrekorders direkt zu nutzen oder auf die Ausgabe des SATURN Sequencer/Timer Controllers zuzugreifen. Dank ihres modularen Aufbaus können auch bestehende Mess- und Steuerungssysteme von AMOtronics jederzeit erweitert werden.

Weitere Informationen: https://www.amotronics.de/de/

Bildnachweis: AMOtronics, Bruce Rolff/shutterstock.com

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