BOS‐Digitalfunk ‐ auch 2018 ein Top‐Thema der PMRExpo

12.10.18 | PMRExpo Unternehmen

Der Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist 2018 erneut ein zentrales Thema der PMRExpo. BOS‐Experten aus dem In‐ und Ausland werden im Summt Sichere Kommunikation und im Internationalen BOS‐Forum referieren und diskutieren. Zu den Trendthemen zählen die Zukunft des BOS‐Digitalfunknetzes, Alarmierung, Leitstellenprojekte und Social Media‐ Nutzung der BOS.

Digitalfunk der BOS zukunftssicher gestalten
Der Präsident der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), Andreas Gegenfurtner, wird in seinem Vortrag „Unser Einsatz für Ihr Netz der Zukunft“ vor allem darüber informieren, wie die BDBOS den Digitalfunk BOS zukunftssicher aufstellt. Dazu gehört die Anhebung der TETRA‐Systemtechnik auf den IP‐Standard im Rahmen der Netzmodernisierung. Er stellt heraus, inwieweit 5G als digitale Schlüsseltechnologie im Zeitalter der Vernetzung auch für die BOS eine Vielzahl neuer Anwendungsfelder, wie z.B. die Telemedizin, schaffen kann. Andreas Gegenfurtner zeigt auch auf, wie seine Behörde die BOS‐spezifischen Anforderungen  aktiv in die Standardisierung der Zukunftstechnologien einbringt und er stellt dar, wie wichtig die  Bereitstellung von bedarfsgerechten Frequenzen für die BOS ist.

Bericht über Alarmierung, Migration und Objektfunkversorgung im TETRA‐Netz
Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, bewertet in seinem Vortrag den Aufbau des BOS‐Digitalfunknetzes unter den Aspekten der digitalen Alarmierung, der Migration der   Leitstellen und der Objektfunkversorgung. In Hessen ist die Entscheidung gefallen, im TETRA‐Netz auch die Alarmierung durchzuführen. Er zeigt die Konsequenzen aus Sicht des Landesfeuerwehrverbandes   auf: Das Netz muss dichter aufgebaut werden; und die Neuentwicklung eines Alarmierungsgerätes  stellt eine Herausforderung dar. Die Umsetzung ist noch nicht abgeschlossen – gerade bei der  Objektfunkversorgung gibt es noch einiges zu tun. Auch der konsequente Netzausbau wird weiterhin ein hohes Maß an Kreativität und Entwicklungsarbeit erfordern. Ausfallsicherheit und noch zu schaffende Redundanzen werden die Zukunftsfähigkeit des Systems bestimmen.

Hybride Alarmierung   mit Zusatzfunktionen
Rainer Buchmann, Leiter der integrierten Leitstelle Saarland, stellt die „Hybride   Alarmierung mit  Zusatzfunktionen für mehr Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit“ vor. Hintergrund  seines Themas:  Feuerwehren und Hilfsorganisationen haben zunehmend Probleme, ausreichend ehrenamtliche Kräfte  für sich zu gewinnen. Um das Engagement der Kräfte nicht über Gebühr zu beanspruchen und ggf. die  Mitarbeiter dadurch zu verlieren, ist eine zielgerichtete und passgenaue Alarmierung von größter  Bedeutung. Zudem bietet eine solche Alarmierung – selbstredend ‐ taktische Vorteile. Aber auch  wirtschaftliche Gründe sprechen dafür, nur so viele Einsatzkräfte auf den Weg zu bringen, wie es  erforderlich ist. Um diese Ziele zu erreichen, ist eine weitgehend automatisierte und bidirektionale  Kommunikation in der Alarmierung zwingend erforderlich. Die Wege dorthin sollen beleuchtet werden.

Leitstellen‐Pilotprojekt über NRW hinaus
Deutschland nimmt mit seiner vielfältigen dezentral  organisierten Leitstellenlandschaft eine Sonderrolle  in Europa ein, die den Datenaustausch zwischen  den ‐ allein im Bereich der  Gefahrenabwehr‐ rund 265 Leitstellen erschwert. Vor diesem Hintergrund  zeigt Peter Beckmann,  Innenministerium Nordrhein‐Westfalen, „Perspektiven und Standards zur  einheitlichen  Lagedarstellung“ auf. Er beschreibt Perspektiven und Ansätze, wie der Austausch von  lagerelevanten  Daten zwischen den Leitstellen organisiert und standardisiert werden könnte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ansatz, mit einem einheitlichen Datenmodell und einem technischen (Industrie‐) Standard zu einem diskriminierungsfreien und kostengünstigen Austausch lagerelevanter Daten zu gelangen und dies in einem neuen Pilotprojekt auch über NRW hinaus zu erproben.

Social Media und Notruf‐Apps
Social Media und Notruf‐Apps haben längst Einzug in den Alltag der BOS gehalten. Vor‐ und Nachteile beleuchtet Bernhard Harz von der Berliner Feuerwehr in seinem Vortrag „Social Media und Notruf‐ Apps:  Image versus sichere Kommunikation“.

Internationales BOS‐Forum
Gibt es ein gemeinsames Ziel für europäische BOS‐Dienste? Führende Experten aus dem In‐ und Ausland diskutieren im internationalen BOS‐Forum inmitten der Messehalle verschiedene Wege und Modelle für die BOS‐Kommunikation der Zukunft. Dieses Forum findet auf Englisch statt.

Das komplette  Programm, aktuelle Informationen und Details zur PMRExpo: www.pmrexpo.de

Die PMRExpo, Europäische Leitmesse für das Netzwerk Sichere Kommunikation, findet bereits zum 18. Mal  statt. Seit 2009 ist die Koelnmesse ihre Heimat. Eine große Zahl von nationalen und internationalen Ausstellern sind vertreten, z. B. Hersteller, Anwender und Betreiber von Professional Mobile Radio Systemen. Ideeller Träger der PMRExpo ist der PMeV – Netzwerk Sichere Kommunikation. Veranstalter ist die EW Medien und Kongresse GmbH aus Berlin.
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Der PMeV ist ein Netzwerk führender Anbieter und Anwender sicherer Kommunikationslösungen für den professionellen Einsatz. Seine Mitglieder sind Hersteller, System- und Applikationshäuser, Netzbetreiber,   Anwender, Berater sowie darüber hinaus weitere Fachleute und Experten. Der PMeV führt Anbieter und Anwender zusammen, um Chancen und Risiken unterschiedlicher Lösungsansätze und Konzepte  gemeinsam zu erörtern und unterschiedliche Technologien und technische Lösungen zu bewerten. Er bietet ein Forum für den neutralen, herstellerunabhängigen und partnerschaftlichen Dialog. Der PMeV versteht sich als Netzwerk, das sowohl nach innen als auch nach außen wirkt.

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