Marktakteure sollten die Teilnahme für 2019 frühzeitig prüfen.

Deutliche Unterdeckung der EEG Biomasse-Ausschreibung setzt nächste Runde unter ein positives Vorzeichen

10.10.18 | Erneuerbare

Auch die zweite Ausschreibungsrunde für die EEG-Förderung von bestehenden und neuen Biomasseanlagen war deutlich unterzeichnet. Auf eine Nachfrage von 225,8 MW kam nur ein Angebot von 76,5 MW. Das Angebot lag also um den Faktor drei unter der Nachfrage.

Für Bestands- und Neuanlagen ließen sich somit Gebote auf Höhe der Höchstpreise von bis zu 16,73 ct/kWh für Bestands- und 14,73 ct/kWh für Neuanlagen erzielen.

Aufgrund der Nachholung der Unterdeckung weisen die Prognosen der enervis für die Ausschreibungsrunde in 2019 eine Nachfrage von 277 MW auf. Die Analysen der enervis zeigen jedoch auch auf, dass das Angebot steigt. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Ausschreibung langsam auf mehr Interesse stößt und der Wettbewerb zunehmen könnte.

Julius Ecke, Prokurist bei enervis, erklärt dazu: „Unternehmen, die Neuanlagen entwickeln und die Betreiber von Bestandsanlagen sollten eine Teilnahme in 2019 prüfen und frühzeitig beginnen, eine Gebotsstrategie zu entwickeln. Eine Teilnahme ist dabei für alle Anlagen interessant, die wirtschaftliche Gebote zu den jeweiligen Höchstsätzen abgeben können.“

Dabei gilt es auch das Risiko regulatorischer Änderungen im Blick zu behalten. Sollte es 2019 erneut zu einer deutlichen Unterzeichnung kommen, ist eine Anpassung des Auktionsdesigns, mindestens aber eine Reduktion der Ausschreibungsmengen, gut vorstellbar, so enervis.

enervis unterstützt die Unternehmen bei diesen strategischen Fragestellungen mit einem neuen Auktionsmodell zur Analyse und Vorhersage von Marktentwicklungen

Thema: Energiewirtschaft

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