Alternative Energiequellen sind nicht mehr nur für umweltbewusste, sondern auch für sparsame Verbraucher interessant, die ressourcenschonend heizen möchten.

Mit erneuerbaren Energien das Zuhause sparsam heizen

27.03.18 | Erneuerbare

Erneuerbare Energien für ein sparsames, behagliches und warmes Wohnen

Alternative und erneuerbare Energien schonen die Umwelt, sparen Geld und sorgen dafür, dass die eigenen vier Wände auch im Winter behaglich und warm bleiben. Drei neue Wege zu heizen sind dabei besonders beliebt.

Erneuerbare Energien stellen schon jetzt die Zukunft des Heizens dar. Bildquelle: Costazzurra – 531323650 / Shutterstock.com

Auch wenn der Frühling und der Sommer den Winter langsam ablöst, sollten sich Verbraucher das gesamte Jahr über für den nächsten kalten Winter vorbereiten. Das richtige Heizen ist nämlich nicht nur wichtig, um es gemütlich und warm in der Wohnung oder im Haus zu haben, sondern auch, um Energie und Kosten zu sparen. Heutzutage existieren neben Gas und Strom noch zahlreiche andere Möglichkeiten, um den Wohnraum auch an kalten Tagen ausreichend aufzuwärmen. Hierzu gehören:

• Wärmepumpe

• Pellets

• Solarthermie

Alle diese Optionen besitzen ihre Vorteile. Eine Wärmepumpe von beispielsweise Stiebel Eltron kann Luft und Wasser in Heizwärme umwandeln. Eine Methode, mit der herkömmliche Energieträger abgelöst werden können. Damit gehört die Wärmepumpe zu den mittlerweile beliebtesten erneuerbaren Energieerzeugern, die auch umweltschonend für Wärme sorgt.

Wie Wärmepumpen funktionieren

Wärmepumpen gibt es zwar in verschiedenen Ausführungen, prinzipiell funktionieren sie jedoch immer auf die gleiche Weise: Das flüssige Kältemittel im Verdampferteil verdampft bei geringen Temperaturen. Das Kältemittel, das sich nun in einem gasförmigen Zustand befindet, wird durch einen Kompressor verdichtet. Durch diese Druckerhöhung erwärmt sich das Kältemittel wiederum und die Wärme wird über den Kondensator auf das Heizungssystem übertragen. Die Wärme kann aus folgenden Quellen bezogen werden:



Wärmequelle / Wie sie genutzt wird

Grundwasser:

Vor der Installation sollte eine Probebohrung auf dem entsprechenden Grundstück durchgeführt werden. Festzustellen ist, ob genügend Grundwasser für die Wärmepumpe vorhanden ist. Außerdem muss das Wasser einen bestimmten qualitativen Standard genügen, um als Energiequelle infrage zu kommen. Normalerweise muss die Nutzung des Grundwassers auch von der zuständigen Kommune genehmigt werden.  

Luft:

Luft ist generell zwar stets vorhanden, allerdings ist diese Form der Energiequelle hin und wieder problematisch: Wenn gerade besonders viel geheizt werden muss, ist auch die Luft sehr kalt und schwer zu nutzen.  

Erdboden:

Die Temperatur des Bodens bleibt über das gesamte Jahr hindurch relativ gleich. Damit die Pumpe funktioniert, müssen über eine bestimmte Fläche Kollektoren verlegt werden, durch die Wasser und Frostschutzmittel fließen kann. Je größer das Haus ist, desto größer muss auch die Fläche sein, auf der die Kollektoren ausgelegt werden. Diese muss man etwa 1,5 Meter tief eingraben. Wer Erdwärmesonden verwenden möchte, kann diese stattdessen auf senkrechte Weise 30 bis 100 Meter tief in die Erde eingraben und muss zuvor eine Genehmigung einholen.   

Tabelle: Egal, aus welcher Quelle die Wärme für eine Wärmepumpe bezogen wird, in Vorhinein sollte geprüft werden, ob das Grundstück die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Darüber hinaus sollten sich Verbraucher informieren, welche Genehmigungen für eine solche Anlage und die Nutzung des Erdbodens und des Grundwassers erforderlich sind.

Statistik: Anteil der Wärmepumpen im Neubau von 2000 bis 2016. Quelle: Statistisches Bundesamt

Warum mit Pellets heizen?

Holz ist eine bekannte und althergebrachte Heizmethode. Holzpellets sind eine effiziente Weiterentwicklung dieser Option, so dass es sich mittlerweile ökologisch und ökonomisch lohnt, auf diese Weise zu heizen. Das liegt zum einem daran, dass beim Verbrennen von Holzpellets kein CO2 freigesetzt wird. Außerdem sind die Pellets nicht so kostspielig wie z.B. Gas oder Öl. Sie bestehen aus Holzabfällen wie z.B. Säge- und Hobelspäne. Wer seine Pellets schon im Sommer bestellt, kann viel Geld sparen und sie für den kalten Winter lagern. Die Pelletheizung ist auch mit anderen und älteren Heizsystemen kombinierbar, so dass sich eine Umstellung relativ einfach gestaltet.

Pelletheizung: Wie funktioniert sie?

Pelletheizungen sind bedarfsgesteuert. Das heißt, der Verbraucher kann selbst steuern, wie warm es im Haus oder in der Wohnung sein soll. Der Pelletbrenner verbrennt das Holz in der sogenannten Feuer- oder Brennkammer. Ein Brandschutzschlauch sorgt dafür, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitet und eventuell ein gefährlicher Brand entsteht. Ein stets glühendes Glutbett sorgt dafür, dass die Pellets sich auch entzünden. Für das Entzünden kann auch ein Heißluftgebläse verwendet werden. Wasser dient als Träger, das die Wärme über die Heizungsrohre weitertransportiert. Nachdem die Wärme mittels Heizkörper abgegeben wurde, fließt das wieder abgekühlte Wasser Richtung Pelletkessel zurück, um dort wiederverwendet zu werden. Die Wärme kann auch in einem sogenannten Pufferspeicher gelagert werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt einzusetzen. Eine Förderschnecke oder ein Saugsystem versorgt den Pelletbrenner mit Pellets, wenn es notwendig ist.

Warum Solarthermie?

Auch die Solarthermie ist ein möglicher Weg, um effizient zu heizen, die Umwelt zu schonen und um Geld zu sparen. Sonnenenergie erfüllt alle diese Voraussetzungen und gehört zu den ressourcenschonendsten Möglichkeiten, um Strom und Wärme zu produzieren. Nach der Installation der Anlage sind nahezu keine Folgekosten notwendig, um sie zu betreiben. Sogar in Deutschland, wo die Sonne nicht immer mit voller Kraft scheint, kann eine Solaranlage noch einen großen Teil des Energie- und Heizbedarfs decken.

Wie funktioniert Solarthermieanlage?

Solarthermieanlagen verwandeln Sonnenenergie in Wärmeenergie um, z.B. für die Heizung oder warmes Wasser. Die Solaranlage besteht aus verschiedenen Komponenten, die alle ihre unterschiedlichen Funktionen erfüllen müssen:

Komponente / Wie sie funktionieren

Sonnenkollektor:

Auf dem Dach wird eine aus Kollektoren bestehende Fläche in der Größe von sieben bis 15 Quadratmetern angebracht. Diese Kollektoren nehmen die Sonnenstrahlen auf und geben die Wärmeenergie an einen Wärmeträger weiter. Hierbei handelt sich um die sogenannte Solarflüssigkeit, die meist aus Wasser und Frostschutzmitteln besteht.  

Solarspeicher:

Um die Wärmeenergie auch dann einsetzen zu können, wenn sie wirklich benötigt wird und nicht nur dann, wenn die Sonne scheint, muss sie irgendwo gelagert oder gespeichert werden. Damit der Verbraucher auch an schattigen Tagen genügend mit Wärmeenergie versorgt wird, muss dieser Solarspeicher groß genug sein.

Solarregler:

Wie der Namen sagt, regelt der Solarregler die Wärmedistribution. Wenn der Solarspeicher nicht vollständig mit Wärme geladen ist, schaltet der Regler die Solarpumpe ein. Die Wärme aus den Sonnenkollektoren auf dem Dach wird zum Speicher transportiert, bis dieser vollständig geladen ist. Darüber hinaus reguliert der Regler auch andere Funktionen, z.B. wenn der Verbraucher sich im Urlaub befindet. 

Tabelle: Die Solarthermie-Technologie ist inzwischen sehr weit fortgeschritten. Die einzelnen Komponenten greifen effizient ineinander und funktionieren sogar, wenn der Verbraucher nicht zu Hause ist. Mit einem Speicher kann die Wärme gelagert und für weniger sonnigere Tage bzw. abends genutzt werden.

Fazit: Das Umweltbewusstsein und das Schonen von Ressourcen rückt gesellschaftlich immer weiter in den Vordergrund. Deswegen und vor allem, weil Verbraucher mit ihnen bares Geld sparen können, gewinnen alternative Energiequellen zur Stromerzeugung und zum Heizen an Popularität. Die Umstellung ist in vielen Fällen zwar aufwendig, kann sich aber insbesondere langfristig lohnen.

Bildquelle: Costazzurra – 531323650 / Shutterstock.com

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