Das Flächenland Niedersachsen zählt traditionell zu den bedeutsamsten deutschen Energieländern. So stammen rund 90 % der deutschen Erdgasförderung und rund ein Drittel der deutschen Erdölförderung aus Niedersachsen. Als küstennahes Flächenland verfügt das Land über einen hohen Anteil regenerativ erzeugter Energie, welche vornehmlich auf den alternativen Energien Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse beruht. Durch Nutzung von rund 25 % seiner Agrarflächen für den Anbau von Energiepflanzen, hat sich Niedersachsen einen Spitzenplatz bei der Erzeugung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gesichert.
Neben diesen vielfältigen Energierohstoffen verfügt Niedersachsen über herausragendes Know-how in Forschung und Entwicklung. Der hohe Stellenwert des Energiesektors hat seinen Niederschlag auch in der niedersächsischen Energieforschung gefunden. So sind seither verschiedene niedersächsische Forschungsinstitutionen aus dem universitären und außeruniversitären Bereich mit der Untersuchung technischer und nicht-technischer Fragestellungen aus dem Energiesektor befasst. Darüber hinaus verfügt das Land über einen dichten Besatz mit hoch qualizierten Unternehmen. Durch Einsatz moderner Erkundungs- und Fördertechnologien "made in Niedersachsen" konnten in der Vergangenheit zahlreiche Erdöl- und Erdgasvorkommen sowohl in der Nordsee als auch auf dem Festland neu erschlossen werden. Aber auch industrielles Know-how in der konventionellen und regenerativen Anlagentechnik ist zu einem wichtigen Exportartikel des Landes geworden.
Die Gründungsuniversitäten des efzn.
Um die bestehenden niedersächsischen Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft zusammenzuführen und dadurch die niedersächsische Energieforschung als Ganzes voranzutreiben, hat die Technische Universität Clausthal, gemeinsam mit den Universitäten in Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) in Goslar gegründet. Ziel dieser Forschungseinrichtung ist es, durch eine dauerhafte Kooperation unterschiedlicher technischer und nicht-technischer Wissenschaftsdisziplinen, der zunehmenden Komplexität energiebezogener Fragestellungen adäquat begegnen zu können. Dieser innovative Forschungsansatz integriert bei der Problemanalyse und -lösung die disziplinübergreifenden und gegenseitigen Abhängigkeiten entlang der gesamten "Energie-Kette" - ausgehend von der Energierohstoffgewinnung über die Energieerzeugung und den -transport bis hin zum Energieverbrauch und Weiterverwendung von Reststoffen der Energieerzeugung.
Auf diese Weise wird eine fächerübergreifende Energieforschung ermöglicht. Das EFZN vereint derzeit mehr als 100 Professuren der beteiligten Universitäten auf sich und ist damit für seine Kunden aus den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft der kompetente Ansprechpartner in Forschungsfragen aus dem Energiebereich.
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Energie-Forschungszentrum Niedersachsen
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Am Stollen 19
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Telefon: (0 53 21) 38 16 80 00
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