03.02.2009
Ende vergangenen Jahres stellte die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wisschenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH die Ergebnisse des zweieinhalbjährigen interdisziplinären Forschungsprojekts "Brennstoffzellen und Virtuelle Kraftwerke. Energie-, umwelt- und technologiepolitische Aspekte einer effizienten Hausenergieversorgung" vor.
Die interdisziplinäre Forschungsarbeit verknüpft Aspekte aus Energietechnik, Technikfolgenanalyse, Politikwissenschaft, Ökonomie und Rechtswissenschaft miteinander und richtet sich an Wissenschaft, Politik, Akteure in der Energiewirtschaft sowie an die interessierte Öffentlichkeitsarbeit, so zu lesen im Einladungstext zur Präsentationsveranstaltung in Berlin.
Die Redaktion des Newsletter hat in einem O-Ton-Interview mit Projektleiter Dr.-Ing. Bert Droste-Franke nachgefragt.
- Welche Ergebnisse hat das Forschungsprojekt gebracht?
- Expertenmeinungen zum Einsatz der Brennstoffzelle als "Heizkraftwerk der Zukunft" gehen ja durchaus noch auseinander. Deshalb: Hat die Studie diese Technologie als - möglicherweise ergänzende - Lösung der künftigen Energieversorgung in Industrie, aber auch in Haushalten bestätigt?
- In der Studie wird gesagt, wenn Wasserstoff und Biogas zur Verfügung stehen, sollten diese möglichst auch in Brennstoffzellen-Heizgeräten eingesetzt werden. Woher wird Ihrer Meinung nach der Wasserstoff in den dann erforderlichen Mengen kommen?
- Wann wird nach Ihrer Schätzung die Brennstoffzelle tatsächlich allgemeine Marktreife erreichen, und wo wird sie zunächst eingesetzt werden?
- Zu einem ganz aktuellen Thema - die Finanzkrise! Ist zu befürchten, dass dieses globale Problem die Investitionsbereitschaft in die Brennstoffzellen-Technologie nachhaltig einschränken wird?
Hören Sie die Antworten im O-Ton-Interview. Die Fragen stellte Werner Stützel.
Die Studie ist im Springer-Verlag, Heidelberg, erschienen. ISBN: 978-3-540-85796-9, Preis (D): 74,95 Euro.