16.12.2008
Gerd J. Robanus sieht sich als "leidenschaftlicher Interessenvertreter" mittelständischer Unternehmen und setzt sich als Mitglied der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen "sehr energisch für diese Technologie" ein, da sie eine große Chance insbesondere auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sei.
Sehr kritisch sieht Robanus, der für die CDU Hessen einen Sitz im Europaparlament anstrebt (Neuwahlen sind am 7. Juni 2009), die "bürokratische Praxis" in der EU, die es mit ihren Antragsverfahren zu Fördermaßnahmen Unternehmen mit kleiner Personaldecke unangemessen schwer mache: "Das muss vereinfacht werden!" Auch wenn man sich Schützenhilfe beispielsweise bei der hessischen H2BZ-Initiative holen könne (was übrigens auch für alle anderen Kompetenznetzwerke und Initiativen gilt).
Dass in der EU das Englische "so eindeutig dominiert", ist für Robanus eine weiteres Hemmnis - wiederum vor allem für KMU - sich erfolgreich im europäischen Umfeld bewegen zu können. Es sei schon ein Unterschied, ob man englisch gelernt habe oder muttersprachlich damit umgehen könne. Hier sei schon eine "geschäftliche Benachteiligung" für deutsche Unternehmen gegeben. Deshalb seine Forderung: "Die EU-Arbeitssprache Deutsch muss auch angewandt werden", wofür sich auf seine Initiative hin ebenso der CDU-Bundesparteitag kürzlich in Stuttgart eindeutig ausgesprochen habe.
Klare Stellung bezog Robanus auch auf die Schlussfrage: "Zurück zur Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Branche. Ganz allgemein: Wie beurteilen Sie generell das EU-Engagement zu dieser Technologie, auch im Vergleich zu Japan und den USA?"
Hören Sie das O-Ton-Interview mit dem "regionalen KMU-Vertreter" Gerd J. Robanus, das anlässlich eines mittelständischen Unternehmertreffens im hessischen Main-Kinzig-Kreis von Werner Stützel geführt wurde.