13.01.2010
Wasserstoff als Energieträger ist insbesondere für eine mobile Zukunft unverzichtbar. "Er passt ideal in die aktuelle Diskussion um Elektromobilität und erneuerbare Energien", so Prof. Dr.-Ing. Detlef Stolten vom Forschungsinstitut Jülich, der als Chairman der 18. Weltwasserstoffkonferenz (WHEC 2010) fungiert, in unserem O-Ton-Interview. "Allerdings", schränkt er ein, "müssen wir die wesentlichen technischen Vorzüge des Wasserstoffs noch stärker an die Entscheidungsträger herantragen und dort bewusster machen."
Prof. Stolten plädiert in seinem Ausblick auf die WHEC 2010 vom 16. bis 21. Mai in Essen für ein sinnvolles energieeffizientes Miteinander von Batterie- und Wasserstoff-Technologie, wenn es um das klimaschonende Fahrzeug kommender Produktionsgenerationen geht: "Ich glaube, dass der Wasserstoff, nicht zuletzt im Zusammenspiel mit der Brennstoffzelle, einen erheblichen Part im Bereich der umweltverträglichen Mobilität einnehmen wird – ohne ein Entweder-Oder mit Batterien. Die WHEC kann und wird auch darauf Antworten geben."
Bereits 1996 war Deutschland, damals mit der Stadt Stuttgart, Veranstaltungsort einer WHEC, die traditionell alle zwei Jahre auf einem anderen Kontinent stattfindet (2008 in Brisbane/Australien und 2012 in Calgary/Kanada). Was hat sich seitdem getan? Für Prof. Stolten ist es keine Frage, "dass der heutige technische Stand der Wasserstoff- und auch Brennstoffzellen-Technologie unvergleichlich höher ist." Man könne jetzt sagen, Fahrzeuge mit dieser Technik "sind produzierbar".
Das Interview, führte Werner Stützel exklusiv mit Prof. Stolten.