12.05.2009
Sehr ausführlich nahm die Ministerin zu folgenden Fragen Stellung:
• Klimaschutz und Energieeffizienz standen ganz oben auf der energiepolitischen Agenda des Landes Baden-Württemberg. Inwieweit darf/sollte in der gegenwärtigen Wirtschaftssituation von diesen Zielen abgerückt werden? • Die energiebedingten Emissionen von Kohlendioxid in Baden-Württemberg sind im Jahr 2007 auf rund 71 Millionen Tonnen gesunken. Damit sei der Ausstoß um mehr als acht Prozent niedriger gewesen als noch in den Jahren 2005 und 2006, teilte das Statistische Landesamt Anfang März in Stuttgart auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit. Was tut das Land Baden-Württemberg, um die CO2-Emissionen weiter zu senken? • Welche Strategie verfolgt das Land Baden-Württemberg darüber hinaus in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz? • Was fordern Sie von Industrie, um die Energieeffizienz zu erhöhen? • Was können Baden-Württembergs Bürger konkret tun, um Energie zu sparen und Kohlendioxid-Emisionen zu reduzieren? • Wie unterstützt das Land den Einzelnen bei seinen Bemühungen um Energieeffizienz und Klimaschutz? Welche Förderprogramme sollten sich Bürger und Unternehmen genauer ansehen? • Welche Erneuerbaren Energieformen werden vom Land Baden-Württemberg besonders gefördert und warum? Baden-Württemberg ist ja Standortland der fünf Kernkraftwerksblöcke in Obrigheim, Philippsburg und Neckarwestheim. Zusätzlich befinden sich im Bereich des Forschungszentrums Karlsruhe weitere kerntechnische Einrichtungen. Die Überwachung der Sicherheit dieser Einrichtungen ist eine wichtige staatliche Aufgabe, die in Baden-Württemberg vom Umweltministerium wahrgenommen wird. Welchen Stellenwert hat die Kernkraft im Energiemix der Zukunft? • Der Gebäudeenergieausweis ist seit Jahresbeginn Pflicht für alle Wohngebäude. Warum ist der Energiepass mehr als ein Vermarktungskriterium? Welche Auswirkungen auf Klimaschutz und Energieeffizienz erwarten Sie in den nächsten Jahren? • Stichwort Innovation/Mobilität: Baden-Württemberg ist ein Land der Automobilproduzenten. Von der Brennstoffzelle bis zum Elektroantrieb stellt uns die Industrie ständig neue emissionsarme Antriebskonzepte vor. Dennoch bleibt es in der Regel bei Ankündigungen und Studien. Was tut die Politik, um den Prozess zu beschleunigen und alternative Antriebskonzepte endlich auf die Straße zu bringen? • Noch ein Stichwort: "Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie". Wie weit sind Forschung & Enwicklung in Baden-Württemberg inzwischen voran gekommen? Wo sehen Sie insbesondere den Einsatzschwerpunkt dieser Technologie in den nächsten Jahren? • Eine abschließende Frage: Wie engagiert sich das Land beim diesjährigen Brennstoffzellen-Fachforum "f-cell" in Stuttgart? Das Interview mit Ministerin Gönner im Stuttgarter Landtag führte Werner Stützel. (Anmerkung: Entgegen der Fragestellung zum Schluss setzt die "f-cell" (28. und 29.09., Stuttgart) im Jahr 2009 auf die mobile Anwendung der Brennstoffzellentechnologie - und schwerpunktmäßig nicht auf die stationäre Anwendung.)