23.04.2009
"Es ist beachtlich, was sich allein in den vergangenen sechs Monaten getan hat", erklärte der Minister am Stand der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) mit Blick auf die Fortschritte des Projekts "Callux", das im vergangenen September auf den Weg gebracht worden war.
In dieser vom Bund unterstützten Initiative haben sich die Hersteller von Brennstoffzellen-Heizgeräten und Energieversorger zusammengeschlossen, um die Einführung dieser Technologie im Markt voranzutreiben. Begleitet von Dr. Stephan Ramesohl, dem Leiter Forschung und Entwicklung bei E.ON Ruhrgas und Sprecher des "Callux"-Lenkungskreises, informierte sich Tiefensee auf der Messe über den Entwicklungsstand der Brennstoffzellen-Heizgeräte.
Volker Nerlich, Business Development Manager des IBZ-Mitgliedsunternehmens Hexis, erläuterte dem Minister das aktuelle Brennstoffzellen-Heizgerät "Galileo 1000 N". Den Entwicklungsschub, den die Technologie in den vergangenen Jahren genommen hat, verdeutlichte Guido Gummert, Geschäftsführer bei Baxi Innotech, dem Minister anhand des vor wenigen Wochen erstmals vorgestellten Kleinseriengeräts GAMMA 1.0 (siehe auch weiteren Bericht in dieser Newsletter-Ausgabe).
Alexander Dauensteiner, beim IBZ-Mitglied Vaillant Produktmanager Innovation, erläuterte Tiefensee auf dessen Rundgang auf dem Messestand die Technik des aktuellen Vaillant-Prototypen. Die Entwicklung von Brennstoffzellen-Heizgeräten sei bereits auf einem guten Weg, freute sich der Minister angesichts dieser Fortschritte und im Hinblick auf die Feldtests im Projekt "Callux", in dem bereits die ersten Anlagen installiert wurden.
In einem Podiumsgespräch im Anschluss an den Messerundgang erklärte Tiefensee, wie wichtig Projekte wie "Callux" für die wirtschaftliche Entwicklung und die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschlandseien. Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Krise trügen die eingesetzten Fördermittel dazu bei, den Technologiestandort Deutschland zu sichern und zu stärken.
"Mit 'Callux' schaffen wir eine kritische Masse, um die Technologie vom Einzelstück zum Massenmarkt voranzubringen", erläuterte Dr. Stephan Ramesohl auf dem Podiumsgespräch die Idee hinter dem Gemeinschaftsprojekt. Die Markteinführung einer solchen neuen Technologie könne von den Herstellern nicht allein bewältigt werden, erklärte Ramesohl, sondern nur in der Zusammenarbeit von Energieversorgern als Marktpartner und den Entwicklungsunternehmen.
Hören Sie den Mitschnitt des Vortrags von Minister Tiefensee auf der Eröffnungs-Pressekonferenz des Gemeinschaftsstands "Wasserstoff und Brennstoffzellen". Gewisse akustische Einschränkungen durch die Messe-Geräuschkulisse und durch kleinere Mikrofon-Störungen sind nicht zu vermeiden. Die Aufzeichnung erfolgte durch die energie.de-Redaktion.