100.000-Dächer-Programm

Das 100.000-Dächer-Programm ist ein Förderprogramm, das 1999 von der Bundesregierung zur Förderung von Photovoltaikanlagen aufgelegt wurde. Der Name lehnte sich an das Anfang der 1990er Jahre aufgelegte 1.000-Dächer-Programm an, mit dem erstmals Photovoltaikanlagen in Deutschland bundesweit gefördert wurden.

Das Programm war Teil des ab April 2000 geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und förderte Investitionen in die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen, vorwiegend in privaten Haushalten.

Antragsberechtigte erhielten ab einer Mindestgröße von 1 KW Nennleistung ein zinsgünstiges Darlehen von der KfW Bankengruppe. Der attraktive Zinssatz von rd. 1,91 % p.a. (effektiv / Stand Juni 2003) und die im EEG gesetzlich geregelte Abnahmeverpflichtung des aus Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms durch die Energieversorgungsunternehmen führte zu einer ständig steigenden Nachfrage.

Ende 2003 lief das Programm aus, da die Grenze von 300 MW installierter Leistung in neuen Photovoltaikanlagen überschritten wurde. Weil die Förderung der Photovoltaik aber auch weiterhin politisch gewollt war, wurde das EEG zum Jahreswechsel 2003/2004 entsprechend angepasst.

Thema: Energiepolitik, Photovoltaik