Die Demografie-Allianz Sachsen-Anhalt warnt vor Engpässen in der Versorgung der Menschen auf dem Land. Bereits jetzt sollte ernsthaft überlegt werden, wie für eine schwindende Bevölkerung auch in Zukunft bezahlbar Strom und Trinkwasser bereitgestellt werden könne, sagte Vorstandsmitglied Jost Riecke am Montag in Magdeburg.
Magdeburg (dapd/red) - Für dünn besiedelte Regionen wie der Altmark müsse auch über Alternativen zu herkömmlichen Leitungen nachgedacht werden, so Riecke. Der regionalisierten Prognose zufolge erwartet das Land bis 2025 einen Bevölkerungsrückgang von mehr als 442.000 Einwohnern.
Sachsen-Anhalt ist nach dieser Prognose das am stärksten und frühzeitigsten von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffene Bundesland in Deutschland. Neben der Ausdünnung von Versorgungssystemen ist auch ein zunehmender Leerstand bei Mietwohnungen und Eigenheimen festzustellen sowie generell eine Unterauslastung von technischen Versorgungsinfrastrukturen.
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