Das Bundesumweltministerium dämpft Erwartungen auf eine schnelle Rückholung der 126.000 Fässer aus dem Atommüllager Asse II. "Das dauert noch", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, der Wochenzeitung "Das Parlament". Der ursprünglich angesetzte Zeitraum von zehn Jahren sei zu knapp bemessen.
Berlin (dapd/red) - Sie sei nach wie vor von der Rückholung überzeugt. "Allerdings wissen wir jetzt, dass es alles nicht so schnell geht, wie wir uns das gewünscht haben", fügte die CDU-Abgeordnete hinzu.
Anfänglich sei man davon ausgegangen, die Rückholung "in einem Zeitraum von zehn Jahren" zu schaffen. Jetzt wisse man, "dass die Zeit zu knapp bemessen war". Auf einem Workshop des Bundesamtes für Strahlenschutz Mitte Januar sei "die Rede von 30 bis 40 Jahren" gewesen. "Das kennzeichnet die Bandbreite, in der wir uns bewegen", betonte Heinen-Esser.
Im Atommülllager Asse nahe Wolfenbüttel lagern seit 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Atommüll. Weil das Bergwerk einzustürzen und vollzulaufen droht, sollen nun die Fässer geborgen werden.
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