ABB, die Unternehmensgruppe für Energie- und Automatisierungstechnik, und der Energieversorger RWE wollen auf dem Gebiet der Ladetechnik für Elektrofahrzeuge zusammenarbeiten. Ziel sei ein gemeinsames Produktangebot für vernetzte Ladeinfrastruktur-Lösungen heißt es in einer Presseinformation von RWE. Die beiden Unternehmen hätten, vertreten durch ihre hundertprozentigen Konzerngesellschaften ABB B.V., Rotterdam und die RWE Effizienz GmbH mit Sitz in Dortmund, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
"In dieser strategischen Partnerschaft bringen wir die langjährige Kompetenz von ABB in Elektronik und Komponentenfertigung sowie unser internationales Vertriebsnetz zusammen mit der über 100jährigen Stromnetzkompetenz und dem Know-how im Bereich Elektromobilität von RWE. Hier ergänzen wir uns ideal", erklärt Ulrich Spiesshofer, Mitglied des Vorstands der ABB Ltd. und Leiter der ABB-Division Discrete Automation and Motion.
Gemeinsam verfügten ABB und RWE über ein breites Spektrum an Schnellladetechnologie für Elektrofahrzeuge. Kernkompetenz von ABB seien Gleichstrom-(DC-)Ladesysteme. RWE biete für Groß- und Privatkunden Wechselstrom-(AC-)-Ladeinfrastruktur mit den dazugehörigen IT-Lösungen für Kundendatenmanagement und Abrechnung an. RWE nutze dabei die vorhandene Stromnetz- und Systemkompetenz, um den Ladevorgang netzschonend auszurichten. Durch Lastmanagement werde die Integration in zukünftige Smart Grid-Infrastruktur möglich.
"Unsere Mobilität wird sich grundlegend wandeln. Elektromobilität wird ein wesentlicher Bestandteil dieses Wandels sein, insbesondere in städtischen Ballungsräumen. Gemeinsam mit ABB als Technologiepartner können wir Systemlösungen dafür bieten", erklärt Dr. Arndt Neuhaus, Vorsitzender des Vorstands der RWE Deutschland AG.
Die Unternehmen verfügten über umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Elektromobilität: ABB habe bereits 150 DC-Ladesysteme ausgeliefert. RWE betreibe ein europäisches Netz von mehr als 1500 intelligenten AC-Ladepunkten in 16 Ländern und sei zudem Ausrüster für Renault und die Stadt Amsterdam. Beide Unternehmen seien bereits in zahlreichen Ländern Europas aktiv. Gemeinsam solle zunächst der europäische Markt bearbeitet werden. Darüber hinaus seien Leuchtturmprojekte in der Region Asien-Pazifik geplant.
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