BASF hat in einer Mitteilung an die Presse den Erwerb der US-amerikanischen Ovonic Battery Company bekannt gegeben. Ovonic sei eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des börsennotierten Unternehmens Energy Conversion Devices Inc.
Ovonic habe seinen Sitz in Rochester Hills im US-Bundesstaat Michigan. Das Unternehmen sei Weltmarktführer bei Nickel-Metallhydrid-Batterien (NiMH-Batterien) und in der Produktion von Kathodenmaterial (CAM) für Batterien dieses Typs. Ferner betreibe das Unternehmen eine Forschungsstätte für Batteriematerialien in Troy, im US-Bundesstaat Michigan.
Ovonic habe die heute gebräuchliche NiMH-Technologie erfunden und besitze in diesem Bereich 97 Patente und Patenanmeldungen im In- und Ausland. Gegenwärtig würden alle größeren Hersteller von NiMH-Batterien mit Lizenzen von Ovonic arbeiten.
Innerhalb von BASF werde Ovonic in die neu gegründete globale Geschäftseinheit "Battery Materials" eingegliedert werden. Diese bestehe seit dem 1. Januar 2012 und sei Teil des Unternehmensbereichs Catalysts mit Sitz in Iselin im US-Bundesstaat New Jersey. In der neuen Geschäftseinheit würden aktuelle und künftige Batteriematerialaktivitäten der BASF zusammengefasst.
"Mit dem Erwerb von Ovonic übernimmt die BASF sofort eine führende Position in der Nickel-Metallhydrid-Batterietechnik sowie die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den weltweit größten Batterieherstellern", so Ralf Meixner, Senior Vice President des Batteriematerialgeschäfts der BASF. "Zudem ergänzt Ovonic mit seiner nachgewiesenen Forschungskompetenz wirkungsvoll die gegenwärtig breit angelegten Entwicklungstätigkeiten der BASF im Bereich Batteriematerialien."
"Wir sind sehr zufrieden, Teil des Batteriematerialiengeschäfts der BASF zu werden", sagte Michael Fetcenko, President der Ovonic Battery Company. "Die Expertise der BASF in Materialforschung und Prozesstechnologie stellt eine enorme Ressource dar. Diese Synergien werden die Entwicklung fortschrittlicher Nickel-Metallhybrid-Lösungen für Konsumenten-, Fahrzeug- und Smart Grid-Energiespeicher stark beschleunigen."
Neben der Erforschung von Elektrolytformulierungen und der Entwicklung von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien arbeite die BASF derzeit an Batteriekonzepten der nächsten Generation. Im Zuge dessen habe die BASF unlängst für 50 Millionen US-Dollar einen Anteil an der Gesellschaft Sion Power erworben, die als Partner der BASF die noch in der Frühphase befindliche Entwicklung von Lithium-Schwefel-Batterien vorantreibe.
Durch diese zahlreichen Aktivitäten erweitere BASF das breite Spektrum an Technologien für Batteriematerialien kontinuierlich, um die Zukunft der Elektromobilität weiter voranzutreiben. Ziel sei es, langfristig zum führenden Anbieter funktioneller Materialien und Komponenten für Zell- und Batteriehersteller weltweit zu werden.
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