"Diese Neuansiedlung ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der regionalen Automobilindustrie. Sie fügt sich gut in die vorhandene Infrastruktur ein, nachdem bereits im vorigen Jahr das kanadische Brennstoffzellenunternehmen Ballard Power Systems im Technologiezentrum ST@RT HÜRTH angesiedelt werden konnte", freut sich der Hürther Bürgermeister Walther Boecker.
Carsten Krause, Geschäftsführer von ST@RT HÜRTH sei es gemeinsam mit Boris Jermer von der Initiative HyCologne gelungen, das Unternehmen Smith Electric Vehicles vom Standort Hürth zu überzeugen, heißt es in einer gemeinsamen Presemitteilung. Marcus H. Pauels, Vice President Sales Europe bei Smith Electric Vehicles ist sich der Wichtigkeit dieses Schrittes bewusst: "Das Büro wurde gewählt, um die Nähe zu Köln und dem gesamten Ruhrgebiet bestmöglich zu nutzen. Ebenso sehen wir wichtige Synergieeffekte in der Zusammenarbeit mit der Initiative HyCologne auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Technologie. Ein auf dieser Technik basierendes Fahrzeug von SMITH, das in Kooperation mit Proton Motor Fuel Cell entwickelt wurde, wird zum Beispiel auf der HANNOVER MESSE 2012 im April zu sehen sein. Weitere laufende Projekte sind Midi-Busse mit elektrischem beziehungsweise mit Brennstoffzellen-Antrieb".
Das 1920 in England gegründete Unternehmen habe sich in der Automobilindustrie auf die Fertigung von kommerziellen Nutzfahrzeugen im Bereich Van- und Miditrucks bis 12 Tonnen Gesamtgewicht spezialisiert und gelte als weltweiter Marktführer. Die derzeitig angebotenen Fahrzeuge - ein Van auf Basis des Ford Transit und ein Medium Truck auf der Basis des Tschechischen AVIA - seien bereits seit Mitte der 2000er Jahre erfolgreich in Betrieb und dem Prototypen-Status seit Jahren entwachsen. Mittlerweile auf Lithium-Ion-Basis operierend, leisteten die Batterien immer mehr. Fahrzeuge mit "vollem Tank" hätten eine Reichweite von 80 bis 180 Kilometer bis zur nächsten Ladung. Die maximalen Nutzlasten lägen je nach Batterie-Ausstattung und Aufbau des Fahrzeuges zwischen 900 Kilogramm und 6,5 Tonnen.
Nach gesund gewachsenem Geschäft in England und Irland expandiere die Gesellschaft nun auch stark in den USA, wo seit Ende 2010 auch das "global headoffice" angesiedelt sei. Weltweit seien von den Typen EDISON und NEWTON bisher gut 500 Einheiten verkauft worden. "Zu unseren Kunden zählen unter anderem Firmen wie CocaCola Enterprise, FedEx, UPS, TNT und DHL", erläutert Pauels. In 2012 sollen deutlich über 1000 Fahrzeuge weltweit abgesetzt werden.
Mit der Expansion nach Deutschland und dem gesamten europäischen Festland inklusive der Türkei gehe SMITH nun auch konsequent den Weg in diesen Markt. Die hohe Bereitschaft zur Nutzung von emissionslosen Fahrzeugen in Deutschland sei dabei ein entscheidender Wegbereiter. "In vielen Bundesländern profitieren wir bereits jetzt von signifikanten staatlichen Fördermitteln", unterstreicht Pauels diese positive Entwicklung.
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