Die Stadtwerke Jena-Pößneck wollen gegen das Verbot des Verkaufs ihrer Anteile an der Verbundnetz Gas AG (VNG) an den Großaktionär EWE Berufung beim Oberlandesgericht Jena einlegen.
Jena (ddp-lth/sm) - Das Landgericht Gera hatte den Stadtwerken Mitte November untersagt, ihren Anteil von 1,04 Prozent an der VNG an die Oldenburger EWE zu verkaufen. Vielmehr stehe den anderen Stadtwerken, die ebenfalls VNG-Anteile hielten, ein Vorkaufsrecht zu. Ohne die Anteile aus Jena würde der Stadtwerke-Anteil bei VNG unter die Sperrminorität von 25 Prozent sinken.
EWE versucht seit längerem, mehr Einfluss bei VNG zu bekommen. Deshalb will der Versorger VNG-Anteile ostdeutscher Stadtwerke übernehmen. Diese würden dann ihre Sperrminorität von derzeit 25,79 Prozent verlieren, während EWE seinen Anteil von bisher 47,9 Prozent auf über 50 Prozent anheben könnte. Die VNG mit Sitz in Leipzig ist der drittgrößte deutsche Gasimporteur und setzt pro Jahr rund fünf Milliarden Euro um.
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