In Davos und Luzern hat der Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom jetzt mit Jupiter-BZ-Systemen den neuesten Stand der modularen BZ-Systemtechnik in Betrieb genommen. Die ersten BZ-Systeme von FutureE in der Schweiz sicherten an beiden Standorten die Notstromversorgung der regionalen Mobilfunk-Basisstationen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat eines der Systeme seine hohe Effizienz bei der Absicherung mobiler Telefonate unter Beweis gestellt. Entwickelt und installiert hat diese innovativen Systeme die FutureE Fuel Cell Solutions GmbH aus Nürtingen als Kooperationspartner von Swisscom im EU-Projekt "fitup".
Ein Jupiter-Brennstoffzellensystem der Nürtinger FutureE Fuel Cell Solutions GmbH hat das Mobilfunknetz von Swisscom beim Weltwirtschaftsforum 2012 in Davos erfolgreich gegen Stromausfälle abgesichert.
(Foto / Abb.: FutureE)"Es ist für uns eine besondere Auszeichnung, dass wir mit einem so renommierten und technologisch wegweisenden Partner wie Swisscom in diesem anspruchsvollen Projekt zusammenarbeiten können", betont FutureE-Geschäftsführer Mark-Uwe Oßwald. Die Notstromversorgung der Basisstationen ist für Mobilfunkbetreiber von grundlegender Bedeutung. Nur so können sie ihre Servicequalität sicherstellen und den mobilen Netzbetrieb zuverlässig gegen auftretende Störungen im Stromnetz absichern. Jupiter-BZ-Systeme bieten die erforderliche Sicherheit durch die Bereitstellung der erforderlichen Notstromreserven, die bei Bedarf auch für die Spitzenlastreduzierung zur Verfügung stehen. Das hohe Qualitätsniveau der neuen FutureE-Anlagen und der komplette Wegfall von Ölen und Flüssigkeiten ist für Swisscom insbesondere im Hinblick auf den Einsatz in umweltsensiblen Regionen von unschätzbarem Vorteil: Ihre Eignung für den unbeschränkten Einsatz unter den anspruchsvollen topographischen und klimatischen Bedingungen in der Bergwelt von Davos - über 2200 Höhenmeter in Verbindung mit Minusgraden bis -25 Grad Celsius, Schnee und Eis - wurde vor der Inbetriebnahme umfassend getestet.
Dabei wurden alle Testläufe erfolgreich absolviert. Für Swisscom ergibt sich durch die Installationen in Davos und Luzern die Möglichkeit einer umfassenden Evaluierung der neuen, umweltfreundlichen BZ-Technologie im Wirkbetrieb. Zusammen mit den niedrigen Kosten für Betrieb und Wartung, nicht zuletzt bedingt durch die geringe Komplexität der Anlage, zeigt sich schon heute ein klares Einsparungs- und Beitragspotenzial für eine künftige CO2-arme tromversorgungsstruktur.
Die in der Schweiz installierten Anlagen aus der Jupiter-Produktfamilie von FutureE sind hocheffiziente BZ-Systeme, die auf der zukunftsweisenden Polymer-Electrolyte-Membrane-Technologie (PEM) basieren. Mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff betrieben, erzeugen PEM-Brennstoffzellen Gleichstrom - und zwar ohne Batterien, bleifrei und absolut CO2-neutral. Die neue Indoor-Ausführung mit Superkondensatoren, die in Davos und Luzern zum Einsatz kommt, verfügt über drei Brennstoffzellen-Einschübe mit je zwei Kilowatt Leistung, die eine Gesamtleistung von maximal sechs Kilowatt erzeugen. Der elektrische Wirkungsgrad beträgt dabei über 50 Prozent.
FutureE ist Swisscom BZ-Systemlieferant im EU-Projekt "fitup", bei dem insgesamt 19 BZ-Systeme von zwei Systemlieferanten an unterschiedlichen Standorten in ganz Europa untersucht werden. Betreiber von Kommunikationsnetzen testen in diesem Projekt neben Leistung und Verfügbarkeit der Energiereserven vor allem die Reaktionszeit, die Lebensdauer und die Zyklenzahl der eingesetzten BZ-Systeme. Weitere Projektteilnehmer neben Swisscom und FutureE sind Electro Power Systems (I), Environment Park (I), Hochschule Luzern (CH), Joint Research Centre JRC (NL), UNIDO-ICHET (TR), Wind (I), Betriebskommission Polycom Nidwalden (CH) und der TÜV Süd Industrie Service (D). Ziel des Projekts ist neben der Evaluierung im Wirkbetrieb auch die Entwicklung einheitlicher Zertifizierungsstandards für die 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie assoziierte Länder wie beispielsweise die Schweiz und die Türkei. Dies erfolgt unter Leitung des TÜV Süd.
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