Im Rahmen eines neuen Verkehrsprojektes stehen in London demnächst 15 wasserstoffbetriebene Taxis (black-cabs) sowie fünf wasserstoffbetriebene Motorroller von Suzuki Bergmann für Fahrten in der englischen Hauptstadt zur Verfügung.
Parallel errichtet der Industriegasehersteller Air Products eine durch das Fuel Cells & Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) finanzierte Wasserstofftankstelle in London. Die Errichtung ist Teil des HyTEC-Projektes (Hydrogen Transport for European Cities), das zum Teil ebenfalls von der FCH JU finanziert wird. Die neue Wasserstofftankstelle wird mit den bereits bestehenden zwei Wasserstofftankstellen verbunden, die bisher die wasserstoffbetriebene Busflotte versorgen. Die Verknüpfung der drei Tankstellen erzeugt eine umfassende Infrastruktur für die Wasserstofffahrzeuge, die auch während der Olympischen Spiele im Sommer 2012 zum Einsatz kommen.
Zahlreiche Pendler nutzen bereits die Wasserstoffbusse in der gesamten Stadt, und die Einführung der zusätzlichen Taxis und Motorroller ermöglicht ihnen eine stärkere Nutzung der Vorteile von Wasserstoffmobilität: gleiche Reichweite, Geschwindigkeit und Tankzeit wie konventionelle Fahrzeuge, mit dem Vorteil emissionsfreier Nutzung während des Betriebs.
Die Fahrzeuge und Tankstellen sind Teil der Bemühungen des Londoner Bürgermeisters, Boris Johnson, emissionsfreie und emissionsreduzierte Technologien in London zu etablieren, um die Luftqualität in der Metropole zu verbessern bzw. die Luftverschmutzung zu reduzieren. London darf sich bereits rühmen, Großbritanniens einzige emissionsfreie Busroute zu betreiben, die aus einer Flotte von Wasserstoffbussen besteht.
Boris Johnson, der das Projekt von Anfang an unterstützt hat, sagte: "Ich möchte London zu einer emissionsfreien Stadt machen, um sowohl die Luft- als auch die Lebensqualität zu verbessern. Es ist wichtig, dass London solche neuen Technologien fördert, damit diese tatsächlich im Alltag eingesetzt werden. Um so mehr freut es mich, dass wir rechtzeitig zur Olympiade bzw. zu den Paralympics und darüber hinaus zusätzliche Wasserstofffahrzeuge auf die Straße bringen. Dies bestärkt mich in meinen Bemühungen, 'saubere Fahrzeuge', wie Elektro- oder Wasserstoffautos in Verkehr zu bringen. Vor allem die Busflotte setzt einen Industriestandard."
Das industriegeführte Projekt greift auf die Erfahrung und das Wissen von 16 Unternehmen zurück, die zu den Vorreitern bei der Entwicklung von Wasserstoff-Technologie und -Infrastruktur gehören. Im Rahmen der Bestrebungen, den besten Weg zur Einführung einer umfassenden Infrastruktur für Wasserstoffmobilität zu finden, wird die internationale Initiative außerdem ein Netzwerk von Wasserstofftankstellen in Kopenhagen, Dänemark, installieren.
Diana Raine, European Business Manager Hydrogen Energy Systems und HyTEC-Projektkoordinatorin bei Air Products, zum Status der Wasserstoffmobilität in London: "Das aktuelle Projekt zeigt, dass London zu den führenden Metropolen weltweit gehört, was die Etablierung einer Infrastruktur für Wasserstoffmobilität angeht. Die Schaffung eines Wasserstofftankstellen-Netzes ermöglicht es, durch ganze Flotten von Brennstoffzellen betriebenen Wasserstofffahrzeugen die CO2-Emissionen und die Luftverschmutzung zu reduzieren."
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