Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, warnt angesichts der wachsenden Bürgerproteste gegen den Bau neuer Stromtrassen vor einem Scheitern der Energiewende. Er habe kein Verständnis für anhaltende Proteste gegen den Netzausbau, so Kurth in einem Interview.
Der Grünen-Energieexperte im Münchener Landtag, Ludwig Hartmann, fordert von der bayerischen Staatsregierung intensive Bemühungen, um das tschechische Kabinett von seinem "Atomwahn" abzubringen. Dort ist die Erweiterung des grenznahen Meilers Temelin beschlossene Sache.
Atomkraftgegner kritisierten die jüngsten Strahlenmessungen am Atommüllzwischenlager Gorleben. Nicht die Messwerte seien niedriger gewesen, man habe schlicht anders gerechnet. Alle Messungen am Zaun lägen über dem zugelassenen Jahresgrenzwert. Ein Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz kündigte eigene Messungen an.
EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat Deutschland davor gewarnt, energiepolitisch in einer "Wagenburg Berlin" hängenzubleiben - europäisches Denken und Fördern sei gefragt. Zudem dürfe man sich in punkto Erneuerbare keine Illusionen machen, wenn es in Verhandlungen mit der Atom-Nation Frankreich und dem Kohleland Polen gehe.