EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat Deutschland davor gewarnt, energiepolitisch in einer "Wagenburg Berlin" hängenzubleiben - europäisches Denken und Fördern sei gefragt. Zudem dürfe man sich in punkto Erneuerbare keine Illusionen machen, wenn es in Verhandlungen mit der Atom-Nation Frankreich und dem Kohleland Polen gehe.
Berlin (dapd/red) - "Wir müssen unsere Strompolitik europäisieren", sagte er am Montag auf der Handelsblatt Jahrestagung "Erneuerbare Energien 2011" in Berlin. Das gelte auch für die Förderinstrumente.
Günther Oettinger
(Foto / Abb.: Europäische Union)
Das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sei für ihn zwar die "beste Fördergesetzgebung Europas". Doch Energie müsse in Zukunft vorrangig da produziert werden, wo es am günstigsten sei. "Der Kaufmann rät, dort zu installieren, wo die Sonne scheint", sagte Oettinger. Das brauche eine "paneuropäische" Förderstrategie.
Auf der gleichen Tagung hat die Industrie bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau von Großprojekten der Erneuerbaren Energien verlangt. "Wichtig ist vor allem, dass der Netzausbau in die richtigen Bahnen gelenkt wird", sagte Cord Landsmann, Finanzvorstand der E.on-Tochter Climate and Renewable am Montag in Berlin. E.on plane für die nächsten zehn Jahre, alle zwölf bis 18 Monate einen neuen Offshore-Windpark zu eröffnen.
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