Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) erwartet deutlich höheren Belastungen der Stromkunden durch die Ökostrom-Umlage, als von der Bundesregierung prophezeit. Die derzeit erwartete geringe Erhöhung sei nicht einzuhalten. Die Dena schätzt, dass 2013 die EEG-Umlage knapp vier Cent pro kWh betragen dürfte.
Frankfurt/Main (dapd/red) - "Es wird nicht gelingen, die EEG-Umlage auf etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen", sagte Dena-Chef Stephan Kohler der "Frankfurter Rundschau" (Freitagausgabe).
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) hatten im Sommer versprochen, nennenswert höher als die derzeitigen 3,53 Cent pro Kilowattstunde würde die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht steigen.
Laut Kohler ergeben Berechnungen der Dena, dass die Umlage 2013 bereits bei knapp unter 4 Cent und 2020 bei 5 bis 5,5 Cent liegen wird. Einschließlich Mehrwertsteuer entspricht das für einen Drei-Personen-Haushalt knapp 210 Euro Mehrkosten.
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