Gestiegene Energie- und Rohstoffkosten machen den Unternehmen im Süden von Sachsen-Anhalt zunehmend zu schaffen. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) hervor. Demnach klagten 82 Prozent der 550 Unternehmen, die geantwortet hätten, im vergangenen Jahr über gestiegene Energiekosten.
Halle (dapd/red) - Davon waren vor allem die Industrie und das Verkehrsgewerbe betroffen. Bei den Rohstoffkosten meldeten mehr als 80 Prozent der Firmen einen Anstieg. Neben der Industrie ist dort vor allem das Baugewerbe betroffen. Bei gut 70 Prozent der Unternehmen lag der Preisanstieg bei Rohstoffen bei maximal 25 Prozent.
Die Unternehmen wollen auf die steigenden Energiepreise mit unterschiedlichen Strategien reagieren. Fast jede zweite Firma plane, die gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Über ein Drittel wolle in höhere Energie- und Materialeffizienz investieren, jedes fünfte Unternehmen wolle bessere Konditionen mit seinem Energieversorger aushandeln. Viele Betriebe schlössen Kosteneinsparungen an anderer Stelle, auch beim Personal, als "letztes Mittel" nicht aus.
Die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten drohten so zum Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region zu werden, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier. Zwar entwickelten sich die Aufträge und Umsätze der Unternehmen im vergangenen Jahr positiv, aber bei den Gewinnen bleibe immer weniger übrig. "Das gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze", sagte Brockmeier.
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