Auch in 2012 werden steigende Nebenkosten in Sachsen erwartet. Laut dem Mieterbund Sachsen führen ein höherer Energieverbrauch und steigende Gebühren durch die Kommunen zur Erhöhung der Betriebskosten. Einsparungen bei den Kosten seien auf lange Sicht nur durch eine Gebäudesanierung möglich.
Dresden (dapd/red) - Die Interessenvertreter der Mieter in Sachsen rechnen für das laufende Jahr mit steigenden Nebenkosten für Haushalte im Freistaat. "Der Trend aus den vergangenen Jahren wird sich fortsetzen. Viele Mieter werden noch tiefer in die Tasche greifen müssen", sagte Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen, am Dienstag in Dresden. Ausschlaggebend seien vor allem die vielerorts angespannte Haushaltslage der Kommunen sowie der lange und harte Winter zu Beginn des Jahres 2011.
Mieter müssen sich auf steigende Nebenkosten einstellen.
(Foto / Abb.: Fotolia.de)Bei den Nebenkosten wird sich nach Matejkas Ansicht eine deutliche Mehrbelastung abzeichnen. Zahlten die Sachsen im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten, müssten sie sich 2012 auf eine größere Belastung der Haushaltskasse einstellen. Vor allem die langanhaltenden Frostperioden zu Beginn des Jahres 2011 hätten zu einem höheren Heizenergieverbrauch geführt. "Das wird sich deutlich in der Abrechnung zeigen", erklärte Matejka.
Befördert werde diese Entwicklung zusätzlich durch die Preissteigerungen für Energie. Heizöl, Erdgas und Fernwärme seien in den vergangenen Monaten kontinuierlich teurer geworden. Ein gegenläufiger Trend sei derzeit nicht zu erkennen.
Matejka erläuterte, die energetische Modernisierung von Wohngebäuden bleibe unverzichtbar, um Nebenkosten gering zu halten. "Nur so können Eigentümer sich und ihre Mieter auf lange Sicht unabhängig von der Energiepreisentwicklung machen."
Wenig Einflussmöglichkeiten hätten Vermieter wie auch Mieter bei den Abgaben an die Kommunen. "Mit Blick auf die desolate Haushaltslage der sächsischen Städte und Gemeinden ist davon auszugehen, dass auch zukünftig an der Gebührenschraube gedreht wird", prognostizierte die Mieterbund-Vorsitzende. Die Verwaltungen seien in dieser Hinsicht sehr einfallsreich und viele Vermieter würden die Betriebskosten an die Mieter weitergeben.
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