Die Notwendigkeit von mehr Öko-Vorbildern in Deutschland bilanziert eine Studie, die das Marktforschungsinstitut GfK zusammen mit dem Energieanbieter Polarstern durchführte. Es fehle demnach an einem "mutigen" Einzelnen als Vorreiter, der aber im eigenen Umfeld eines jeden existiere.
München/Linden (red) - Wie die Studie belegt, sei Ökologie den Deutschen wichtig, spiegele sich aber nicht in ihrem Verhalten wider. So würden beispielsweise noch zu wenige Ökoenergie beziehen. Ein radikales Umdenken zu fördern und umzusetzen bedürfe es mehr Öko-Vorbildern.
Rund 70 Prozent wüssten bereits, dass es letztlich an jedem Einzelnen liegt, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen. Die logische Schlussfolgerung laute demnach: Jeder muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Warum uns das Vormachen aber so viel schwerer fällt als das Nachmachen, erklärt Professor Andreas Ernst, Umweltpsychologe an der Universität Kassel: "Es sind soziale Mainstreameffekte, die oftmals eine Verhaltensänderung zugunsten von Umwelt- und Klimaschutz verhindern. Wenn wir im Einklang mit der Masse handeln, fallen wir nicht auf. Wir haben das Gefühl, das Richtige zu tun, weil es unsere Freunde, Bekannten und Familien genauso machen. Wir denken nicht weiter darüber nach."
Mit Öko-Vorbildern die Umwelt schützen
Aber, so Andreas Ernst weiter, zeige beispielsweise die Widerstandsforschung, dass einzelne Menschen mit ihrem Verhalten dennoch ansteckend wirken können. "Wenn man nicht alleine ist, fällt es leichter aus der Masse auszuscheren. Insofern können 'mutige' Einzelne durchaus die Richtung weisen und andere erfolgreich zu umwelt- und klimafreundlichem Verhalten ermuntern und ermutigen." Auch die Umfrage zeige, dass lediglich 27 Prozent auf den Staat und die großen Konzerne vertrauen.
"Beim Klima- und Umweltschutz beeinflussen uns vor allem Personen aus dem eigenen Umfeld. Das heißt, je näher wir einem Vorbild sind, umso stärker der Effekt", bestätigt Andreas Ernst. Über die Wahl eines Ökoenergieanbieters würden so neben preislichen Aspekten, vor allem Empfehlungen von Freunden und Bekannten und bekannte Labels wie zum Beispiel das Grüner Strom Label entscheiden. Am wichtigsten sei mit jeweils 81 Prozent Zustimmung der Wunsch nach Öko-Vorbildern übrigens bei Familien und bei Personen zwischen 20 und 49 Jahren.
Dabei, den ersten Schritt zu tun und den individuell richtigen Ökostromanbieter zu finden, hilft der Ökostromrechner von Strom-Magazin.de. Dieser ermittelt schnell, welcher Energiezulieferer für den gewünschten Ort zuständig ist und mit welchen Preisen der Verbraucher rechnen kann. Es wird auch ausgewiesen, welche Gütesiegel die jeweiligen Anbieter eventuell haben.
© energie.de
App-Bibliothek
App des Monats
Die Energietipps (HEA) geben wertvolle Hinweise, um im Alltag noch zusätzliche Energiesparpotenziale zu entdecken.
Energielexikon
Energiebegriff des Tages
Was bedeutet der Begriff Energiesteuer-
gesetz?
Karriere
Top-Anzeigen im Stellenmarkt
Mitarbeiter/in im Bereich Energieservice (EWR AG)
Bauingenieur/
Architekt (Gelsenwasser)
Ingenieur (Bundeskartellamt)
Unsere Stellenanzeigen - jeden Tag neu!!!