Der Netzbetreiber Tennet und der Energieversorger RWE haben den Ausbau von weiteren Windpark-Projekten gestoppt. Beide Unternehmen forderten laut "Weser-Kurier" (Donnerstagausgabe) von der Politik verlässlichere Rahmenbedingungen. Man wolle vorerst keine neuen Bauaufträge mehr ausschreiben.
Bremen/Hannover (dapd/red) - Zunächst würden nur noch die bestehenden Projekte weiterverfolgt, sagte eine Tennet-Sprecherin der Zeitung. Mit einem Investitionsvolumen von bislang 5,5 Milliarden Euro sei eine finanzielle Kapazitätsgrenze erreicht. Tennet ist zuständig für den Stromanschluss aller auf der Nordsee geplanten Windparks.
Auch RWE will weitere Projekte zunächst auf Eis legen. Es fehlten bei wichtigen Fragen die nötige Rechtssicherheit sowie belastbare Regelungen für den Fall eines verspäteten Netzanschlusses, sagte der Finanzchef von RWE-Innogy, Hans Bünting. "Bevor es diese nicht gibt, werden wir keine weiteren Bauentscheidungen treffen", fügte er hinzu.
Beim Ausbau der Windkraft in Deutschland behält Niedersachsen die Spitzenposition. Im vergangenen Jahr wurden knapp ein Fünftel aller bundesweit neu installierten Windenergie-Anlageleistungen in Niedersachsen errichtet, wie eine Sprecherin des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz kürzlich sagte. Damit habe erstmals ein Bundesland die Grenze von 7.000 Megawatt an Windkraftleistung überschritten.
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