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Die Initiative stellt in ihrem Aktionsplan über ihre laufenden Maßnahmen hinaus eine Reihe von „To-Do‘s“ für Politik und Wirtschaft vor und leitet daraus energiepolitische Handlungsempfehlungen ab. So empfiehlt die Gruppe unter anderem ein ehrgeiziges EU-Ziel für erneuerbares Gas im Endenergieverbrauch bis 2030. Förderregelungen sollten die Kosten für die Erzeugung von erneuerbarem Gas senken und den Wert honorieren, den die im Netz verfügbaren Erneuerbaren für das gesamte Energiesystem darstellen. Der Aktionsplan sieht darüber hinaus Maßnahmen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels mit erneuerbarem Gas vor.

Der Aktionsplan basiert auf einer im Februar letzten Jahres veröffentlichten Studie von Ecofys, einem zu Navigant Consulting gehörenden Beratungsunternehmen, wonach in Europa mehr als 120 Milliarden Kubikmeter Biomethan und grünen Wasserstoff produziert werden könnten. Die Studie zeigt auch, dass sich mit Nutzung dieser Gase und der vorhandenen Infrastruktur im Vergleich zu einem Energiesystem ohne deren Nutzung in einem emissionsfreien Energiesystem für die Gesellschaft fast 140 Milliarden Euro an jährlichen Kosteneinsparungen realisieren ließen.

Der Maßnahmenplan soll im kommenden Jahr konkretisiert und aktualisiert werden, sobald weitere Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse zur künftigen Rolle von Gas in einem CO2-freien Energiesystem vorliegen. Die laufenden Untersuchungen der Initiative zu Wasserstoff, CO2-Abscheidung und -Speicherung sowie zum zukünftigen Energiebedarf im Industrie- und Verkehrssektor sollen ebenfalls Eingang in die Studie finden, die Anfang 2019 in einer Neuauflage erscheinen wird.

Weitere Information bei: christian.page@open-grid-europe.com

Initiative „Gas for Climate“

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