Bild zu Thema EEG-Umlage 2020 | Solarpark und Windpark

Für das Jahr 2020 rechnen die Übertragungsnetzbetreiber mit einem Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen von knapp 5,6 GW. (Bildquelle: Pixabay | hpgruesen)

Die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergüteten Stroms war zuletzt zweimal in Folge gesunken, nun steigt aber wieder an. Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, hätten dessen ungeachtet die in den letzten Jahren umgesetzten Reformen die Kostenentwicklung des EEG deutlich gedämpft. Insbesondere die Ausschreibungen würden die Kosten für Neuanlagen deutlich senken, wobei allerdings niedrigere Ausschreibungsergebnisse erst mit der Zeit in der Umlage zur Geltung kommen könnten. So würden z. B. gegenwärtig noch Windanlagen auf See in Betrieb genommen, die noch nach dem alten, sehr hohen Vergütungsregime finanziert werden. In den kommenden Jahren würden dagegen auch bei Offshore-Windanlagen die Ausschreibungen ihre kostensenkende Wirkung entfalten.

Für das Jahr 2020 rechnen die Übertragungsnetzbetreiber mit einem Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen von knapp 5,6 GW. Das liegt leicht unter dem Niveau des letzten Jahres von 5,8 GW. Der Gesamtzubau wird auch in 2020 von niedrigen Erwartungen bei der Windenergie gebremst. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien rechnet man mit einem Anstieg um gut 4 % auf 226 TWh. Insgesamt prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2020 einen Gesamtzahlungsanspruch von Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Höhe von 33,6 Mrd. €. Dem stehen erwartete Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von rund 9,0 Mrd. € für Strom aus erneuerbaren Energien gegenüber. Die EEG-Umlage decke damit Förderkosten in Höhe von 24,6 Mrd. €.

Wie die Bundesnetzagentur weiter ausführt, enthält die EEG-Umlage wie in den vergangenen so auch im kommenden Jahr eine Liquiditätsreserve, die als Absicherung gegen negative Kontostände (z. B. wegen eines stark sinkenden Börsenstrompreises) und gegen Liquiditätsrisiken, die sich aus der Abhängigkeit des Kontostandverlaufs von der jahreszeitlich schwankenden EE-Erzeugung ergeben. Die Reserve sei von den Übertragungsnetzbetreibern im Vergleich zum Vorjahr um 2 % erhöht worden, um möglichen Risiken, auf die der sinkende Kontostand zum Stichtag am 30. September hinweist, vorzubeugen.

„et“-Redaktion

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