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Die im Auftrag der drei Unternehmen von ewi ER&S erstellte Studie zeigt auf, welchen Beitrag bestehende Gas- und Wärmenetze zu einer effizienten Treibhausgasminderung bis 2030 und 2050 leisten können. Dazu untersuchen die Autoren zwei mögliche Szenarien für eine Treibhausgasminderung entsprechend der deutschen Klimaziele bis 2030 und 2050. Im Szenario Revolution unterstellen sie eine ordnungsrechtlich forcierte Elektrifizierung der Endenergieverbrauchssektoren, in dem Gas- und Wärmenetze zunehmend an Bedeutung verlieren. Im Szenario Evolution gibt es hingegen keine ordnungsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich bestimmter Technologien, bestehende Gas- und Wärmenetze werden weiter genutzt.

In beiden Szenarien lassen sich die Klimaziele erreichen, so eines der zentralen Ergebnisse der Studie, doch das Szenario Evolution spart bis 2050 Kosten in Höhe von rund 140 Mrd. € ein. Zudem bietet dieses Szenario mehr Flexibilität, auf die heute noch nicht absehbaren technologischen Entwicklungen nach 2030 kosteneffizient zu reagieren. Damit werden Lock-In-Effekte durch eine frühzeitige technologische Festlegung vermieden, wie sie im Szenario Revolution wirtschaftlich nachteilig entstehen. „Ein technologieoffener Ansatz erreicht die Treibhausgasminderungsziele zu deutlich geringeren Kosten als eine weitgehende Elektrifizierung des Endenergieverbrauchs“, sagte der Geschäftsführer von ewi ER&S, Dr. Harald Hecking, bei der Präsentation der Studienergebnisse. „Da wir nicht wissen, wie sich Märkte und Technologien in den kommenden Jahrzehnten entwickeln werden, bietet dieser Weg auch mehr Flexibilität und Chancen für eine unsichere Zukunft.“

Die Studie veranschaulicht auf wissenschaftlicher Basis noch einmal, dass in beiden Szenarien Gas und Gasinfrastruktur sowie der Wärmemarkt insgesamt ein essentieller Bestandteil des zukünftigen Energiesystems sein werden. Angesichts der Verdopplung der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2030 und einer Vervierfachung bis 2050 ist der Einsatz von Gaskraftwerken für die Bereitstellung der gesicherten Leistung in jedem Szenario unabdingbar für das zukünftige Energiesystem.

Die Studie „Energiemarkt 2030 und 2050 – Der Beitrag von Gas- und Wärmeinfrastruktur zu einer effizienten CO2-Minderung“ ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.ewi.research-scenarios.de/cms/wp-content/uploads/2017/11/ewi_ERS_Energiemarkt_2030_2050.pdf

„et“-Redaktion

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