et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen Ausgabe 10/2019

et - Ausgabe 10/2019

Die Beschlüsse des Klimakabinetts vom 20. September unterstreichen unter anderem auch die zunehmende Rolle von Sektorenkopplung und grünem Wasserstoff für den Umbau der Wirtschaft. Wie im Titelblock dieser „et“ erläutert wird, könnte ein zeitnaher Einstieg in die Schaffung entsprechender Erzeugungskapazitäten und Infrastrukturen dazu führen, dass Wasserstoff zum dritten Standbein der Energiewende avanciert.

Enttäuschend ist sicherlich die aktuelle globale Emissionsentwicklung: Im Jahr 2018 sind die weltweiten CO2-Emissionen nach vorläufigen Berechnungen erstmalig seit 2013 wieder deutlich gestiegen. Gegenüber den auf den Klimakonferenzen vereinbarten Zielwerten bedeutet das einen spürbaren Rückschlag. Sie finden das umfassende Zahlenwerk und die Analyse dazu am Ende der Energiemarkt-Rubrik.

Die zu bewältigende globale Klimaschutzaufgabe hat enormes Gewicht und ist kaum zu stemmen. Denn beim weltweiten Klimaschutz ist nach wie vor off en, wie die internationale Gemeinschaft bis 2050 einen weitgehenden Verzicht auf fossile Energieträger mit dem erwarteten Anstieg der Weltbevölkerung und gewünschten Wachstum des BIP zusammenbringen will. – Eine Problematik, die in der Rubrik Zukunftsfragen einmal fundamental durchgespielt wird.

Für das Gelingen der nationalen Energiewende ist, darüber besteht Einigkeit, ein leistungsstarkes und flexibles Stromnetz eine wichtige Grundvoraussetzung. Damit die Energieinfrastruktur den nächsten Stufen der Energiewende angepasst und angemessen dimensioniert ist müssen, wie zu Beginn der Rubrik Dezentralisierung erläutert wird, Politik und Netzbetreiber frühzeitig Entscheidungen darüber treffen.

E-Magazin lesen Abo bestellen Einzelheft kaufen Zu den Zukunftsfragen

Franz Lamprecht, Chefredakteur „et“ - Energiewirtschaftliche Tagesfragen