BP Energy Outlook: Die Welt steht vor einer doppelten Herausforderung

Pixabay | PIRO4D

BP hat Mitte Februar in London die neue Ausgabe des BP Energy Outlook vorgestellt. Die Welt steht vor einer doppelten Herausforderung: Zum einen den Bedarf an mehr Energie zur Unterstützung des globalen Wirtschaftswachstums und steigenden Wohlstands zu decken und gleichzeitig einen Übergang in eine CO2-ärmere Zukunft zu realisieren. Der Outlook beleuchtet auch eine Reihe anderer Fragen, darunter mögliche Auswirkungen eskalierender Handelsstreitigkeiten und verschärfte Vorschriften für Plastikprodukte.

Ein Großteil der Darstellung im Outlook basiert auf dem sog. „Evolving Transition Scenario“. Diesem Szenario liegt die Annahme zugrunde, dass sich politische Vorgaben, Technologien und gesellschaftliche Präferenzen in einer Weise und mit einer Geschwindigkeit entwickeln, die den Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit ähnlich sind. Dieses Szenario und die anderen im Outlook betrachteten Aspekte sind daher keine Vorhersagen darüber, was wahrscheinlich passieren wird, sondern untersuchen die möglichen Auswirkungen unterschiedlicher Annahmen. Die wesentlichen Aussagen im Überblick:

  • Der globale Energiebedarf steigt bis 2040 um rund ein Drittel, getragen von einer Verbesserung des Lebensstandards, insbesondere in Indien, China und ganz Asien.
  • Der Energieverbrauch von Industrie und bei Gebäuden macht rund 75 % des Bedarfsanstiegs aus, während sich das Plus im Verkehrssektor im Vergleich zur Vergangenheit stark verlangsamt, da sich die Effizienz der Kraftfahrzeuge erhöht.
  • Auf den Stromsektor entfallen rund 75 % des Anstiegs bei der Primärenergie.
  • 85 % des Wachstums der Energieversorgung werden von erneuerbaren Energien und Erdgas erzeugt, wobei die Erneuerbaren bis 2040 zum größten Energieträger bei der weltweiten Stromerzeugung werden.
  • Die Geschwindigkeit, mit der erneuerbare Energien im globalen Energiesystem Fuß fassen ist schneller, als bei jedem anderen Energieträger in der Geschichte.
  • Die Nachfrage nach Öl erhöht sich in der ersten Hälfte des Betrachtungszeitraums des Outlook, bevor sie dann allmählich abflacht, während der weltweite Kohleverbrauch weitgehend stagniert.
  • Über alle betrachteten Szenarien hinweg werden erhebliche weitere Investitionen in die Erschließung neuer Ölvorkommen nötig sein, um den Ölbedarf im Jahr 2040 decken zu können.
  • Die globalen CO2-Emissionen steigen weiter an. Das erhöht die Notwendigkeit für ein umfassendes Paket an politischen Maßnahmen, um eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen.

Weitere Informationen

BP

Ähnliche Beiträge