Die Elektromobilität ist eine der möglichen Sektorenkonvergenz von Stadtwerken mit anderen Unternehmen

Die Elektromobilität ist eine der möglichen Sektorenkonvergenz von Stadtwerken mit anderen Unternehmen (Bildquelle: pixabay - geralt)

Für die Stadtwerkestudie haben EY und der BDEW Geschäftsführer und Vorstände aus 172 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Dabei achteten sie darauf, Unternehmen unterschiedlicher Größe und Struktur auszuwählen. Thema während der Untersuchung war immer wieder die Sektorenkonvergenz. Zum Beispiel kommen sich Automobilindustrie und Energiewirtschaft durch die Elektromobilität näher.

Durch diese Sektorenkonvergenzen erhöht sich der Druck auf die Stadtwerke, selbst auch über Sektoren hinaus zu agieren. Denn mittlerweile sind auch Unternehmen aus anderen Branchen wie zum Beispiel Technologieanbieter in der Energiebranche unterwegs. Das Risiko der Entwicklungen hin zur Sektorenkonvergenz besteht also für Energieversorger darin, die Veränderungen zu einer agilen und innovationsfördernden Unternehmenskultur nicht ganz oben auf der Liste stehen zu haben. Doch die Stadtwerke müssen bei diesem Vorhaben auch von kommunalen Eignern unterstützt werden, indem sie ihnen einen finanziellen Spielraum lassen. Dann kann sich der Vorteil, dass Kunden, den Stadtwerken bereits vertrauen auszahlen.

Der zügige Wandel bietet aber auch Chancen. So gibt es Potenziale bei der Zusammenarbeit von Stadtwerken mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft und dem Technologie- und Telekommunikationssektor. Dadurch können sich das Smart Metering, die dezentrale Stromerzeugung und die Elektromobilität gut entwickeln. Bisher agieren die meisten Energieversorger und Stadtwerke schon in diesen Bereichen und leben so bereits die Sektorenkonvergenz.

Die Stadtwerkestudie ergab, dass sich Stadtwerke und Energieversorger zukünftig als umfassende Plattformbetreiber im Betrieb von Smart-Meter-Gateways, der Ladeinfrastruktur oder im Gebäudemanagement sehen. So bündeln Stadtwerke die verschiedenen Angebote der Sektoren und bieten damit ein kombiniertes Produkt für die Kunden. Weitere Entwicklungspotenziale gibt es bei TK-Dienstleistungen, Quartierskonzepten sowie bei Smart-Home-Ansätzen.

Die voranschreitende Entwicklung mit Sektorenkopplung tut vielen Unternehmen gut. Laut Stadtwerkestudie erwarten fast drei Viertel der Unternehmen gute oder sehr gute Geschäfte. Dies ist eine Verbesserung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.  

et-Redaktion

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