In den ersten drei Quartalen 2019 hat sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen von Elektro-, Hybrid-, Flüssiggas- und Erdgasantrieben um 65,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht.

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Der Markt für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb wie Strom oder Gas wächst weiter: In den ersten drei Quartalen 2019 hat sich die Zahl der Neuzulassungen von Elektro-, Hybrid-, Flüssiggas- und Erdgasantrieben um 65,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht. Der Anteil neu zugelassener Fahrzeuge mit alternativen Antrieben stieg damit bis Ende September auf 8,2%. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 5,1 % gelegen. Auch im Oktober 2019 setzte sich dieser positive Trend fort. Erstmals erreichten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben mit 11,3 % einen zweistelligen Anteil an den Pkw-Zulassungen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des dena-Monitoringberichts „Alternative Antriebe in Deutschland (2/2019)“.

Insgesamt gab es in den ersten drei Quartalen 2019 2,5 % mehr Neuzulassungen als im Vorjahreszeitraum. Wesentlicher Treiber des Marktwachstums alternativer Antriebe sind SUVs und Wagen der oberen Mittelklasse. So wurden in den ersten drei Quartalen 2019 die meisten Fahrzeuge mit alternativem Antrieb in der Klasse der SUVs (43.164 Pkw), gefolgt von der oberen Mittelklasse (41.449 Pkw) und der Mittelklasse (37.966 Pkw) zugelassen.

Das größte absolute Wachstum alternativer Antriebe verzeichneten erneut Hybridfahrzeuge ohne Ladestecker (HEV), deren Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 90,76 % auf 136.865 Pkw stiegen (+65.119 Pkw). Ihr Marktanteil beträgt nun 5,0 % gegenüber 2,7 % im Vorjahr. Die Anzahl der Hybride mit Ladestecker (PHEV) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 3,6 % auf 26.487 neu, Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung sieht in den Neuzulassungen des aktuellen Jahres zwei Trends: „Positiv ist das weiterhin steigende Interesse an alternativen Antrieben. Konterkariert wird das jedoch durch den weiterhin starken Absatz von Neuwagen mit hohem Kraftstoffverbrauch. Hier muss die Politik gegensteuern. Fördermaßnahmen für elektrifizierte Antriebe und ein CO2-Preis von 35 Euro die Tonne in sechs Jahren werden keine ausreichende Lenkungswirkung hin zu effizienteren Fahrzeugen bewirken. Allerdings enthält das Klimapaket auch Maßnahmen, die eine entsprechende Wirkung entfalten können wie zum Beispiel die CO2-Komponente bei Dienstwagen und die KFZ-Steuer. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Regelungen den gewünschten Erfolg bringen oder ob hier nachjustiert werden muss.“

Weitere Information zu en Pkw-Neuzulassungen unter dena.de/newsroom

et-Redaktion

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