Wasserstoff wird in Zukunft ganz eng mit Windenergie verknüpft sein. Davon sind 85 Prozent der Befragten überzeugt

Wasserstoff wird in Zukunft ganz eng mit Windenergie verknüpft sein. Davon sind 85 Prozent der Befragten überzeugt (Bildquelle: pixabay | winterseitler)

100 Experten aus den etwa 200 Mitgliedsunternehmen der Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur haben an einer Umfrage zum Thema „Potenzial von Wasserstoff in der Erneuerbaren-Energien-Branche“ teilgenommen. Dabei wurde ersichtlich, wie wichtig das Thema Wasserstoff für die Energiebranche ist. „Wir hatten eine besonders starke Resonanz auf diese Umfrage bei den Unternehmen. Neun von zehn Befragten halten es für sehr wichtig, dass die Wasserstofftechnologie weiterentwickelt wird, um fluktuierenden Strom aus Erneuerbaren Energien zu speichern und so auch die Stabilität der Energieversorgung zu erhöhen“, teilt EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens mit.

Einsatzbereiche von Wasserstoff

Wasserstoff kann in verschiedenen Bereichen der Energiebranche genutzt werden. Als reiner Brennstoff oder beigemischt im regulären Erdgassystem sowie umgewandelt als Biomethan. Es dient zur Energiespeicherung und für Mobilität. 85 Prozent der Befragten sieht darin das größte Zukunftspotenzial. Weitere wichtige Anwendungsbereiche sind die Wärmeversorgung und Industrie.

Im Bereich Mobilität ist es 85 Prozent der Experten der Umfrage wichtig, dass sowohl Brennstoffzellenfahrzeuge wie auch E-Autos zu gleichen Teilen gefördert werden. Zudem befürworten sie eine Subventionierung des Wasserstoff-Tankstellenausbaus.

Aktuelle Projekte und Ängste

Schon heute engagiert sich die Hälfte der Befragten für Wasserstoff-Projekte. Darunter: Projekte wie eigene wasserstoffbetriebene Fuhrparke, Forschung und Pilotprojekte zur Sektorenkoppelung (darunter Wärmeerzeugung) und die Teilnahme an Reallaboren. Abschreckend beim Einsatz von Wasserstoff sind zum Großteil die Energiemarkt-Regulierung, die unzureichende Wirtschaftlichkeit und die mangelnden Fördermittel zum Aufbau einer Infrastruktur.

Bundesweite Strategie

Der Wunsch nach einer bundesweiten Wasserstoffstrategie ist eindeutig vorhanden. Dazu wollen die Befragten, dass die Bundesregierung Pilotprojekte unterstützt. Mit der momentanen Entwicklung sind die Experten zufrieden. Vorreiter für die Weiterentwicklung von Wasserstoff sind Japan und andere ostasiatische Länder.

et-Redaktion

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