Für die Teilnehmer des BEMD Jahrskongresses ist es wichtig, auf die Digitalisierung einzugehen.

Auf dem BEMD Jahreskongress wurde klar: Energiemarktdienstleister müssen auf die Digitalisierung eingehen (Bildquelle: pixabay - geralt)

In diesem Jahr war das Format des BEMD Jahreskongresses etwas verändert. Die stärkere Vertiefung der Themen kam bei den Teilnehmern gut an, sodass das neue Konzept beibehalten wird. „Das neu aufgesetzte Veranstaltungsformat des BEMD Jahreskongress stärkt den Austausch unter den Energiemarktdienstleistern (EMDL) in Deutschland und fokussiert deren aktuelle Herausforderungen. Zentrale Aspekte zur Neuausrichtung der Geschäftsmodelle von EMDL, insbesondere im Umgang mit Public-Cloud-Diensten, des demographischen Wandels sowie neu aufzusetzender moderner Plattform-Ökonomien, wurden von den Teilnehmern interessiert aufgenommen“, berichtet Timo Dell, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BEMD.

Mit einem Live-Voting wurde dieser Eindruck bestätigt. Die Organisation, Themenauswahl und den Gesamteindruck bewerteten die Teilnehmer mit jeweils mindestens vier von fünf Sternen. Fast 90% der Teilnehmer empfanden die Moderation als (sehr) gut. „Die Beteiligung etablierter Software-Hersteller, aber auch neuer Player sowie der Einsatz moderner Workshops-Methoden machen den Kongress innovativ und bereiten große Vorfreude auf den nächsten Jahreskongress im kommenden Jahr“, resümiert Dell.

In Workshops tauschten sich die Teilnehmer unter anderem zur zentralen Fragestellung des Jahreskongresses, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf das Geschäftsmodell der Energiemarktdienstleister hat, aus. Es ist unausweichlich Nutzern IT-Lösungen zu bieten, mit denen sie automatisierte Prozesse im Rahmen des Datenmanagements überwachen und bei Bedarf steuern können. Daher wird die Umstellung des Geschäftsmodells der Energiemarktdienstleister dahingehend zunehmend notwendig. Das neue Modell bietet aber auch Chancen. Die möglichen Anwendungsgebiete neuer Technologien diesbezüglich reichen vom Smart Meter bis zum Smart Grid. Aktuelle Lösungen, wie beispielsweise LoRaWAN, bedeuten keinesfalls das Ende der Forschungsphase oder eine finale Umstellung der Geschäftsmodelle der Energiemarktdienstleister auf diese Lösungen. Perspektivisch gesehen wird mit dem neuen Geschäftsmodell aus einem Energiemarktdienstleister sozusagen ein „Infrastruktur(markt)dienstleister“.

In der Podiumsdiskussion am Ende des Kongresses befassten sich die Teilnehmer mit der Thematik des IT-Enabling und den verschiedenen Perspektiven aus Vertrieb, neuen Geschäftsfeldern und IT. Die Teilnehmer waren sich einig: Es ist an der Zeit, sich auf Standardisierung von Software, technologische Innovationen und das damit einhergehende Change Management zu fokussieren – denn die Digitalisierung ist alternativlos.

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et-Redaktion

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