Rotierende asynchrone Phasenschieber (Asynchronous Rotating Energy System Stabilizer - ARESS) sollen eine Ergänzung und Weiterentwicklung der bisher eingesetzten STATCOM-Anlagen und synchronen Phasenschiebern darstellen.

Rotierende asynchrone Phasenschieber (Asynchronous Rotating Energy System Stabilizer - ARESS) sollen eine Ergänzung und Weiterentwicklung der bisher eingesetzten STATCOM-Anlagen und synchronen Phasenschiebern darstellen. (Quelle: Amprion)

Der Startschuss für das innovative Projekt von Amprion und Siemens Energy erfolgte heute mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den Partnern durch Dr. Klaus Kleinekorte, Technischer Geschäftsführer der Amprion GmbH, und Dr. Jochen Eickholt, designierter Vorstand der Siemens Energy AG.

Für die Spannungsregelung im Stromnetz ist die Blindleistung unerlässlich. Bisher wurde sie vor allem von den Generatoren der Großkraftwerke bereitgestellt. Da im Zuge der Energiewende viele von ihnen vom Netz gehen, investiert Amprion verstärkt in den Bau von Anlagen, die die Spannungshaltung gewährleisten – sogenannte Blindleistungskompensationsanlagen.

Stützung der Netzfrequenz

Der rotierende asynchrone Phasenschieber (Asynchronous Rotating Energy System Stabilizer - ARESS) stellt hierbei eine neue und vollintegrierte Technologie dar. Vor allem bei der Bereitstellung von Momentanreserve kann im Gegensatz zum synchronen Phasenschieber weit mehr und länger Rotationsenergie entnommen und für die Frequenzstabilität genutzt werden.

So entsteht eine äußerst reaktionsschnelle und leistungsstarke elektrische Maschine, die zur Stabilität des Netzes beiträgt. Die Technologie kann deutlich günstiger und kompakter ausgeführt werden als Kombinationen verfügbarer Technologien mit gleichem Anwendungsziel, zum Beispiel in Form einer Kombination von Batterien und synchronen Phasenschiebern. ARESS soll künftig eine Ergänzung und Weiterentwicklung der bisher vorhandenen STATCOM-Anlagen und synchronen Phasenschieber darstellen.

Die Technologiepartner Amprion und Siemens Energy rechnen mit einer Projektlaufzeit von vier Jahren bis die Pilotanlage in Betrieb genommen werden kann.

ew-Redaktion

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