Kerstin Andreae

Vorstellung der künftigen Hauptgeschäftsführerin des BDEW, Kerstin Andreae (Mitte), durch BDEW-Präsidentin Marie-Luise Wolff (links) und BDEW-Pressesprecher Jan Ulland (rechts) (Quelle: Astrid Fischer)

Der Vorstand des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat Kerstin Andreae zur neuen Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung berufen. Sie folgt damit ab 1. November 2019 auf Stefan Kapferer, der Ende Oktober 2019 den Verband verlässt, um den Vorsitz der Geschäftsführung beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission zu übernehmen.

Die neue Vorsitzende des Branchenverbands ist derzeit wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und seit 17 Jahren Mitglied des Deutschen Bundestags. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende koordinierte sie zwischen 2012 und 2017 die Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik. Zuvor war sie Fraktionssprecherin für Kommunalpolitik und Obfrau im Finanzausschuss des Bundestages. In der Wirtschaft ist sie insbesondere bekannt durch die Gründung eines Wirtschaftsbeirats der Fraktion, für den sie Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen gewinnen konnte.

Die Entscheidung für Andreae wurde im BDEW-Vorstand, der 55 Personen umfasst, mit überwältigender Mehrheit getroffen, wie die BDEW-Präsidentin Marie-Luise Wolff hervorhob. „Frau Andreae genießt hohe Anerkennung in Politik und Wirtschaft. Sie steht für eine entschlossene, effiziente Energie- und Klimapolitik, basierend auf einer sowohl ökonomisch als auch ökologisch erfolgreichen Wirtschaft. Damit passt sie hervorragend zum BDEW“, begründete Wolff die Personalie.

Andreae betonte, dass es bei der Umsetzung der Energiewende nicht mehr um das „ob“, sondern nur noch um das „wie“ gehe. „Die Energie- und Wasserwirtschaft hat sich auf den Weg in eine CO2-arme Zukunft gemacht. Gemeinsam mit den Unternehmen möchte ich daran arbeiten, dass die Branche die ökonomischen Chancen nutzen kann, die sich aus dem schrittweisen ökologischen Umbau der Energiewirtschaft ergeben“, so Andreae.

Konkret nach einem Datum für das Ende der Kohleverstromung gefragt, antwortete Andreae, dass es vor allem darauf ankomme, die Ergebnisse der Kohlekommission nun schnell umzusetzen. Wichtiger als das Enddatum, sei der Beginn des Prozesses.

Für die nächsten politischen Schritte wie den geplanten Windenergiegipfel und das Klimakabinett hofft der BDEW, dass dort auch über Maßnahmen gesprochen wird, wie der Ausbau der Windenergie wieder in Gang kommen kann. 

Astrid Fischer

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