Mit der Photovoltaik-Großanlage am Draukraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf will die Verbund-Gruppe die Früherkennung von Fehlern und schleichender Degradation durch umfassende Datenanalyse- und Modellierungskonzepte erforschen.

Mit der Photovoltaik-Großanlage am Draukraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf will die Verbund-Gruppe die Früherkennung von Fehlern und schleichender Degradation durch umfassende Datenanalyse- und Modellierungskonzepte erforschen. (Quelle: Verbund)

In zehn Jahren soll die Stromerzeugung in Österreich zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Verbund AG nicht nur in die Wasserkraft investieren, sondern auch in Photovoltaik-Großanlagen. Ein Beispiel dafür ist die großflächige Photovoltaik-Forschungsanlage direkt am Gelände des Draukraftwerks Feistritz-Ludmannsdorf.

Die Pilotanlage ist Teil eines von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft aus Mitteln des Klima- und Energiefonds geförderten Forschungsprojekts zur präventiven Instandhaltung von PV-Anlagen (OptPV4.0). Realisiert wir das Projekt zurzeit von der neugegründeten Verbund Green Power GmbH in Kooperation mit führenden Unternehmen aus der Photovoltaikbranche.

Die Errichtung der Anlagenteile und der Module erfolgt durch das Klagenfurter Unternehmen KPV Solar. Derzeit laufen die Vorarbeiten für die Unterkonstruktion. Die Forschungsanlage wird ohne Bodenversiegelung auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar errichtet.

Erste PV-Großanlage von Verbund am Gelände eines Wasserkraftwerks

„Photovoltaik ist ein bedeutender Zukunftsenergieträger in Österreich. Verbund hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 seine Wasserkraft-Erzeugung zu etwa 25 Prozent mit Photovoltaik- und Windstromerzeugung zu ergänzen. Damit wollen wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der österreichischen und europäischen Klima- und Energieziele leisten“, sagte Stephan Sharma, Sprecher der Geschäftsführer der Verbund Green Power GmbH.

Kernziel des Projekts ist die Früherkennung von Fehlern und schleichender Degradation durch die Erforschung von systemumfassenden Datenanalyse- und Modellierungskonzepten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in weiterer Folge zur Erhöhung und Sicherstellung des Ertrags und der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen beitragen.

Effizienzvorteil: Sonnenstrom wird direkt ins Übertragungsnetz eingespeist

Die Verbund-Gruppe betreibt in Kärnten 21 Wasserkraftwerke mit einer Jahreserzeugung von mehr als 3,7 Milliarden Kilowattstunden. „Die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für die Errichtung von PV-Großanlagen im Umfeld unserer Wasserkraftwerke bietet die Chance, diese Erzeugungstechnologie besonders effizient einzusetzen“, betont Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, und erläutert einen besonderen Vorteil der Kombination von Wasserkraft und Flächen-PV-Anlage: „Hier im Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf ist eine direkte Einspeisung des erzeugten Stroms in das Höchstspannungsnetz möglich, was eine Minimierung von Übertragungsverlusten bedeutet.“

ew-Redaktion

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