Eine vom ZVEI beauftragte Studie zeigt klar: Der Gebäudebestand ist aus elektrotechnischer Sicht veraltet.

"Die Energiewende ist nur zu schaffen, wenn der Gebäudebestand in Deutschland mit geänderten Rahmenbedingungen und intelligenten Fördermaßnahmen fit gemacht wird", sagte Daniel Hager anlässlich seiner Wahl zum Vorsitzenden des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme (Bild: ZVEI)

Die Elektroanlagen in zwei Drittel aller bestehenden Wohngebäude sind älter sind als 35 Jahre – knapp ein Drittel sogar älter als 60 Jahre. In Deutschland gibt es 19 Mio. Gebäude, davon sind rd. 1,5 Mio. Zweckgebäude, die Neubauquote liegt lediglich bei rd. 150.000 Gebäuden jährlich. Das berührt auch die Verkehrswende. Immerhin sollen zusätzlich bis zu 7 Mio. Elektroautos in den nächsten zehn Jahren geladen werden. 

"Es braucht einen nachhaltigen Impuls durch die Politik", erklärt Daniel Hager, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme. Die elektrische Sicherheit in Gebäuden sinke, die Digitalisierung der Stromnetze ende bereits vor dem Haus. Nur, wenn Gebäude künftig einen Großteil der von ihnen benötigten Energie selbst erzeugen, speichern, verbrauchen oder ins Netz einspeisen können, werde die Energiewende gelingen. Aktuell sei die überwiegende Mehrheit der Wohngebäude jedoch aus elektrotechnischer Sicht nicht auf die dafür nötigen Batterie- und Warmwasserspeicher, Photovoltaik-Anlagen oder gar Ladesäulen für E-Autos ausgelegt. "Daher setzt sich der ZVEI dafür ein, dass eine anlassbezogene Überprüfung der Elektroinstallation gesetzlich verankert wird", betonte Hager. 

Neben Daniel Hager, Hager, als Vorsitzenden wurden im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 12. November Otto Kirchner, Fränkische Rohrwerke, Andreas Bettermann, OBO Bettermann, und Dr. Philipp Dehn, Dehn, als stellvertretende Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme gewählt. "Vernetzung ist ein essenzieller Bestandteil von Verbandsarbeit – gerade angesichts der alles durchdringenden Digitalisierung. Daher werde ich den Dialog mit Partnerbranchen und Kundenverbänden suchen, um die Herausforderungen gemeinsam anzugehen", erklärte Hager zu seiner neuen Rolle. 

np-Redaktion

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