Das Bundeskabinett hat eine Verordnung über Netzentgelte bei der Landstromversorgung in Seehäfen beschlossen

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung über Netzentgelte bei der Landstromversorgung in Seehäfen beschlossen (Bild: Pixabay)

Die Verordnung macht die Nutzung von Landstrom in Häfen wirtschaftlich attraktiver. Künftig können Stromnetzbetreiber die Besonderheiten der Landstromversorgung von Seeschiffen bei der Festlegung ihrer Netzentgelte besser berücksichtigen. Die Verordnung setzt damit zugleich eine Maßnahme des am 10. Oktober  von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier und den Küstenländern unterzeichneten Memorandum of Understanding zum Thema Landstrom um. Um Landstrom für Seeschiffe während der Liegezeiten als umweltfreundliche Alternative zur Nutzung von Schiffsdiesel zu etablieren, hat Altmaier im September 2018 die AG Landstrom initiiert. Ein Ergebnis der AG Landstrom war, dass u.a. die aktuellen Netzentgelte den Bezug von Landstrom in den Häfen für die Seeschiffe unwirtschaftlich machen. Mit der heute im Kabinett verabschiedeten neuen Regelung erhalten die örtlichen Netzbetreiber die Möglichkeit, in Häfen eine Netznutzung nicht nur auf Jahres- oder Monatsbasis anzubieten, sondern auch auf Basis eines Tagesleistungspreises. Das macht die Nutzung von Landstrom deutlich attraktiver. Dieses Zusatzangebot ist an die Bedingung geknüpft, dass der Netzbetreiber die Stromversorgung des Seeschiffes bei Netzengpässen einschränken kann. Dies ist möglich, da Seeschiffe zur Eigenstromerzeugung kurzfristig auf ihre bordeigenen Stromgeneratoren zurückgreifen können.

Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Den Text der Verordnung finden Sie hier.

np-Redaktion

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