Ende 2022 waren in Deutschland 61397 Mini-Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 44386 kWp installiert (Bildquelle: AdobeStock; Robert Poorten)
In Deutschland wurden im Jahr 2022 insgesamt mehr als 7,4 GW Solarstromleistung neu installiert, eine Steigerung um 1,8 GW gegenüber 2021. Dadurch waren 2022 in Deutschland insgesamt 67,4 GW am Netz, der größte Teil davon im Süden der Republik. Zwar bestehen die Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland bisher fast ausschließlich aus klassischen Dachanlagen und Solarparks auf freier Fläche. Großem Zuwachs erfreuen sich aber mittlerweile auch Mini-Solaranlagen, die an der Haushaltssteckdose angeschlossen werden.
Ende 2022 waren in Deutschland 61397 solcher Modulsysteme mit einer Gesamtleistung von 44.386 kWp installiert. Die neuen Zahlen der Online-Datenbank der AEE zeigen, dass die großen, bevölkerungsreichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit 14031 Anlagen (10313 kWp), Bayern mit 8969 (6336 kWp) und Niedersachsen mit 7708 (5649 kWp) die Spitzenreiter waren. Die Hälfte aller Balkonkraftwerke deutschlandweit sind allein in diesen drei Bundesländern installiert.
Werden die absoluten Zahlen allerdings pro Haushalt umgerechnet, zeigt sich ein anderes Bild. Hier liegt im Ländervergleich Mecklenburg-Vorpommern mit 2,7 Anlagen pro 1000 Haushalte vorn. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen mit einem Wert von 2,0. Schleswig-Holstein teilt sich mit Hessen und Rheinland-Pfalz mit 1,7 Anlagen pro 1000 Haushalte den dritten Rang.
Fördergelder von Bundesländern und Kommunen
Mecklenburg-Vorpommern fördert Mini-Balkonkraftwerke mit einem Zuschuss von bis zu 500 Euro. Zuwendungsberechtigt sind sowohl Mieter als Eigentümer von selbstgenutztem Wohnraum – wobei die Fördermittel für Letztere in diesem Jahr bereits ausgeschöpft sind. In Schleswig-Holstein gibt es einen Zuschuss von bis zu 200 Euro. Fördergelder vom Land gibt es zudem in Berlin – allerdings nur für Mieter – und in Sachsen. Zudem fördern immer mehr Städte und Gemeinden klimafreundlichen Solarstrom vom Balkon, teilt die AEE mit.