Bau des größten schwimmenden Solarparks in Europa gestartet

Das Konzept des Solarparks sieht mehrere künstliche Inseln vor (Bildquelle: Romain Berthiot)

Dank eines verbesserten Designs konnte die Kapazität der Anlage von ursprünglich 66 MW auf 74,3 MW erhöht werden, was sie zum aktuell größten schwimmenden Solarkraftwerk in Europa macht. Das Konzept sieht mehrere künstliche Inseln vor, die sich über ein 127 ha großes Gelände ehemaliger Kiesgruben erstrecken, die im Jahr 2020 stillgelegt wurden. Insgesamt 134649 Solarmodule werden dafür auf Schwimmköpern befestigt und zu sechs Inseln gebündelt, die an den Ufern oder auf dem Grund der gefluteten Gruben verankert werden.

Das PV-Kraftwerk wird umgerechnet rund 37000 Einwohner mit sauberem, grünem Strom versorgen können und so rund 18000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden. Die Inbetriebnahme soll voraussichtlich im ersten Quartal 2025 erfolgen.

Verwendung nachhaltiger Materialien

Beim Design der Anlage wurden auch die besonderen Bedingungen des umgebenden Ökosystems im Wasser berücksichtig. Die verwendeten Materialien sind nachhaltig und so konzipiert, dass sie die Umwelt möglichst wenig belasten und gleichzeitig die Energieeffizienz maximieren. Die vorgesehenen Schwimmkomponenten werden direkt in Frankreich hergestellt und unterstützen so das Wachstum einer vielversprechenden europäischen Branche.

Schwimmende Solarparks sind laut Q Energy eine attraktive Lösung zur Nutzung von Industriebrachen. Q Energy France entwickelt bereits seit 2018 entsprechende Anlagen, vor allem in ehemaligen Steinbrüchen oder Kiesgruben, und verfügt derzeit nach eigenen Angaben über eine Entwicklungspipeline von mehr als 300 MWp schwimmender PV-Projekte. 

 

SW&W-Redaktion

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