Keine Geräuschkulisse: Da sich die Wärmequelle dank der Kollektoren auf dem Dach befindet, werden die Wärmepumpen im Inneren des Gebäudes installiert (Bildquelle: Consolar)
Das zu 100 % aus erneuerbaren Energien gespeiste Energiekonzept basiert auf einem Niedertemperatur-Fernwärmenetz, Eisspeichern und Solink-PVT-Kollektoren in Verbindung mit Wärmepumpen. Da sich die Wärmequelle dank der Kollektoren auf dem Dach befindet, werden die Wärmepumpen im Inneren des Gebäudes installiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Luftwärmepumpen gibt es keine Außengeräte und somit keine Lärmbelästigung in der Nachbarschaft.
Beim Außengerät einer herkömmlichen Luft-Wärmepumpe liegen die Lamellen des Wärmeübertragers 2 bis 4 mm auseinander, und ein Ventilator schiebt permanent Außenluft hindurch. Bei feuchtem Wetter knapp über null Grad vereist der Wärmeübertrager so schnell, dass regelmäßig abgetaut werden muss; Nutzer berichten von Abtauvorgängen alle 30 bis 90 Minuten. Jeder dieser Vorgänge kostet Energie und unterbricht die Wärmelieferung – was sich in einem höheren Stromverbrauch niederschlägt.
Geräuschlos und günstiger Platzbedarf
"Unser Solink arbeitet mit rund 10 mm Lamellenabstand und ohne Ventilator. Bei Paralleldach-Montage ist kein Enteisungsvorgang nötig. Hinzu kommen zwei Vorteile, die für Wohnquartiere besonders zählen: Das System arbeitet geräuschlos, und es benötigt keine Aufstellfläche im Garten oder im Hof", erläutert Andreas Siegemund, geschäftsführender Gesellschafter Marketing & Export von Consolar.
Auch gegenüber PVT-Kollektoren anderer Bauart mit flachem Wärmetauscher fällt der Unterschied deutlich aus. Die Universität Stuttgart (IGTE) und die Hochschule Nordhausen haben das gemeinsam mit Consolar ermittelt: Ein Wärmepumpen-Heizsystem mit einem 34 m2 großen Standard-PVT-Feld hat den gleichen jährlichen Strombedarf wie ein Solink-PVT-Luft-Sole-Feld mit nur 13 m2 Kollektorfläche.