Hybrid mit PVT-Modulen und Geothermie versorgtes Schulgebäude

Durch den Einsatz der PVT-Module konnte das Erdsondenfeld um 25 % reduziert werden (Bildquelle: TWL-Technologie)

In der Simulation des Projekts durch das TGA-Planungsbüro PKi ergab sich ein Bedarf an 75 Erdsonden, was aus Platzgründen und wegen der Gewässerschutzauflagen jedoch nicht möglich war. Deshalb entschloss man sich, als zweite Umweltquelle für die Wärmepumpe und die Regeneration der Erdsonden eine PVT-Anlage mit 228 Modulen auf dem Dach des Neubaus zu errichten. Dadurch konnte das Erdsondenfeld um 25 % auf 56 Sonden reduziert werden. Mit einer elektrischen Gesamtleistung von 103 kWp übernimmt die Anlage außerdem einen relevanten Anteil der Stromerzeugung für den Schulbetrieb.

TWL hatte die monokristallinen 450-W-Module, die die Abwärme der PV-Module über einen Roll-Bond-Absorber als Quellenergie für Sole-Wärmepumpen nutzen, gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Mubea entwickelt.

Gaskessel für die Spitzenlast

Die 290-kW-Wärmepumpe liefert rund 70 % der Jahres-Heizleistung. 30 % werden von einem 290-kW-Spitzenlast-Gaskessel abgedeckt, der zusätzlich die Warmwasserversorgung des Schulgebäudes mit Kantine und Duschanlagen mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 80°C übernimmt. Dadurch entsteht ein hybrides Versorgungssystem, das erneuerbare und fossile Energieerzeuger kombiniert. Über Verteiler- und Übergabepunkte wird die erzeugte Energie in die Heizkreise des Gebäudes eingebracht.

"Mit 228 installierten RBX-Modulen zählt unser Projekt in Herrsching zu den größeren öffentlichen PVT-Installationen im Schulbereich. Die Kombination aus 56 Erdsonden, einer Wärmepumpe und redundantem Gaskessel zeigt eine moderne Lösung mit einem hohen regenerativen Anteil für kommunale Neubauten auf. Für uns ist das Projekt ein technologischer Meilenstein, da der Prisma PVT-RBX hier in einem großflächigen Verbundsystem eingesetzt wird", sagt Christian Holst, Produktmanager bei der TWL-Technologie.

SW&W-Redaktion

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