48 % der Ladevorgänge entfielen im zweiten Halbjahr 2025 auf das High Power Charging und 44 % auf das Normalladen (AC) (Bildquelle: EnBW)
Damit haben die Ladevorgänge um rund 24 % zugelegt, die geladene Energie ist um satte 32 % gestiegen. Die Rekordwerte bei den Ladevorgängen, gestützt durch wieder anziehende Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen, bestätigen eine fest etablierte Nachfrage, betont Elvah. Im Jahresverlauf werde diese Dynamik besonders sichtbar: Das Ladevolumen stieg von 983000 wöchentlichen Ladevorgängen Ende Juni auf bis zu 1,67 Mio. Sessions pro Woche zum Jahresende.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur setzt sich auch im zweiten Halbjahr 2025 fort. Mit einem Zuwachs von 18,8 % an aktiven Ladepunkten entwickelt sich der High-Power-Charging(HPC)-Bestand prozentual am stärksten. Erstmals geht dieses Wachstum laut Lademarkt-Report mit einem messbaren Anstieg der Auslastung einher: Insbesondere im Schnellladesegment holen die Nutzungszahlen gegenüber dem Infrastrukturausbau auf; die durchschnittliche HPC-Auslastung steigt im Jahresverlauf von 7,1 auf 9,5 %.
HPC-Laden landet vor AC-Laden
Im internationalen Vergleich bleibt die Gesamtauslastung jedoch moderat und liegt weiterhin hinter Märkten wie Belgien oder den Niederlanden, betont Elvah. Dabei gewinnen Standortqualität und wirtschaftliche Steuerung zunehmend an strategischer Bedeutung. Die Nutzung der Ladeinfrastruktur konzentriert sich dabei weiterhin auf HPC und AC, die zusammen über 92 % aller Ladevorgänge ausmachen. 48 % entfallen auf HPC, 44 % auf AC, während DC mit 8 % eine nachgelagerte Rolle spielt.
Die höchsten absoluten Ladevolumina verzeichnen weiterhin Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, ebenso wie die größten Zuwächse beim Ausbau. Bei den Ladevorgängen pro Einwohner liegt Hamburg mit 0,67 klar über dem Bundesschnitt von 0,39.
Viele kleinere Bundesländer können beim Ausbau jedoch stark aufholen: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mit plus 27,4 % den stärksten relativen Anstieg im AC-Bestand, im Saarland wächst der HPC-Bestand um 28,2 %. Trotz bundesweit wachsendem Ausbau aller Ladearten bleiben die Ladevorgänge pro Kopf in vielen ostdeutschen Bundesländern im Durchschnitt noch immer hinter denen im Westen zurück.