Mercedes-Benz startet bidirektionales Laden in Deutschland

Für die Vehicle-to-Grid-(V2G)-Nutzung zu Hause bieten Mercedes‑Benz und The Mobility House Energy ein kundenorientiertes Gesamtpaket an (Bildquelle: Mercedes Benz)

Als Teil dieses integrierten Ökosystems erhalten Kunden ein Gesamtpaket aus einer interoperablen bidirektionalen DC-Wallbox und dem Mercedes‑Benz Intelligent Pro Eco Tarif. Dabei ermöglicht die App Mercedes‑Benz Charge Home einen transparenten Überblick über Ladevorgänge, Rückspeisungen und daraus resultierende Gutschriften. 

Das Angebot für bidirektionales Laden startet in Deutschland mit dem vollelektrischen GLC und der neuen C‑Klasse. Es wird bereits kurz darauf auf viele weitere Elektrofahrzeuge von Mercedes‑Benz erweitert, darunter VLE, GLA, EQS, CLA, CLA Shooting Brake sowie GLB. Abhängig vom Fahrzeugmodell wird die Funktion für bidirektionales Laden nach Marktstart per Over-the-Air-Update freigeschaltet. Geplant ist die Einführung dieses Angebots in weiteren ausgewählten Märkten. 

Bonus von mehr als 500 Euro pro Jahr

Zudem wird jede Stunde vergütet, in der das Fahrzeug zu Hause an die Wallbox angeschlossen ist – unabhängig davon, ob gerade geladen, entladen oder pausiert wird. Wer sein Fahrzeug im Alltag durchschnittlich zwölf Stunden täglich einsteckt, kann aktuell mit mehr als 500 Euro Bonus pro Jahr rechnen, teilt die Automobilfirma mit. Bei regelmäßiger Nutzung könne sich die Investition für die Wallbox innerhalb von vier Jahren amortisieren.

Die bidirektionale 11-kW-DC-Wallbox ist für den Einsatz zu Hause konzipiert und unterstützt das Laden sämtlicher Elektrofahrzeuge mit 400- und 800-V-Technologie. Sie kann per Over-the-Air-Updates an neue technische Anforderungen angepasst werden.

Nach eigenen Angaben bietet Mercedes‑Benz als weltweit erster Automobilhersteller in Deutschland eine marktreife Lösung für bidirektionales Laden auf Basis offener und standardisierter Technologien an. Ziel ist eine hohe Interoperabilität zwischen bidirektional ladefähigen Mercedes‑Benz Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur und kompatiblen Energiemanagementsystemen. Mercedes‑Benz setzt dabei auf offene Standards wie ISO 15118-20.

SW&W-Redaktion

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