Neuzulassungen von E-Pkw sind im 1. Halbjahr sprunghaft angestiegen

Auf der IAA Mobility in München war das Fahrzeugsegment eindeutig von E-Autos dominiert (Bildquelle: IAA Mobility)

Im ersten Halbjahr 2025 sind 248726 E-Pkw in Deutschland neu zugelassen worden – das sind so viele wie noch nie und gut 35 % mehr als im Vergleichszeitraum 2024 und 13 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023, teilt der BDEW mit. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuzulassungen seien damit erfolgreich zur Einhaltung der gestiegenen Flottengrenzwerte gesenkt worden.

Zudem wurden deutschlandweit seit dem 1. Januar 2025 über 20000 öffentliche Ladepunkte durch die private Wirtschaft zugebaut, ein Plus von 11 %. Gleichzeitig ist laut dem Energiewirtschaftsverband durch den starken Ausbau bei den Ultraschnellladern die Ladeleistung weiter stark gestiegen.

Nur 15 % der öffentlichen Ladepunkte belegt

Trotz der starken Zulassungszahlen von E-Pkw in den ersten sechs Monaten des Jahres waren jedoch im Schnitt nur 15 % der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Deutschland am Ende des Halbjahres zeitgleich belegt.

Erstmals nimmt der Monitor den Ausbaustand des Ladeangebots für E-Lkw in den Blick. Dabei wird deutlich, dass auch hier der Ausbau sehr gut vorankommt. So sind in diesem neuen Anwendungsfall bereits 70 Ladestandorte verfügbar, von denen 50 die Kriterien zur Anrechnung auf die EU-Ziele erfüllen. Damit werden bereits 67 % des 13300 km langen Autobahnnetzes abgedeckt. Das EU-Ziel von 15 % in Deutschland wird somit um das 4,5-fache übertroffen.

"Auf diese positive Dynamik muss die Bundesregierung jetzt aufsetzen, um die Elektromobilität in Deutschland weiter voranzubringen und auch für Privatkunden noch attraktiver zu machen. Denn um international weiter erfolgreich zu sein, brauchen wir einen starken Heimatmarkt für Elektromobilität. Das ist die beste Standortpolitik", macht Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, deutlich.

SW&W-Redaktion

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