Stadtwerke Merzig bringen hybride PV-Freiflächenanlage ans Netz

Die unterschiedlichen Solarfelder verstetigen die Stromproduktion (Bildquelle: Stadtwerke Merzig)

Der neue Solarpark in den Gemarkungen Merchingen und Brotdorf ist ein Hybrid. Er kombiniert zwei unterschiedlich geartete Solarfelder, die sich, Modul-Versionen I und II, deutlich voneinander unterscheiden. Die Süd-PV verfügt über konventionelle, nur auf einer Seite aktive Solarmodule, wie sie üblich sind. Version II, die Agri-PV-Module, mit in Ost-West-Ausrichtung senkrecht aufgestellten Paneelen funktioniert mit teiltransparenten bifazialen Modulen, die in der Lage sind, Sonneneinstrahlung einschließlich ihres reflektierten bzw. diffusen Anteils in Strom umzuwandeln.

Solche bifaziale Module haben in puncto Wirkungsgrad und Ertrag im Vergleich zu Süd-PV ihre Stärken bei bewölktem Himmel und diffusem Licht. Was den Ertrag angeht, erzeugt eine Agri-PV-Anlage durch ihre bifazialen Module je kWp-Nennleistung in Summe rund 10 % mehr Strom als eine sog. Süd-PV-Anlage.

Gleichmäßigeres Lastprofil

Das Zusammenspiel führt dazu, dass der Solarpark gleichmäßiger PV-Strom über den ganzen Tag verteilt produzieren kann. Um die Mittagszeit, wenn die Sonne steil am Himmel steht, liefern herkömmliche Module die besten Stromerträge. Morgens und in den Abendstunden, wenn die Sonne flacher steht, kommen die Agri-PV-Module zum Zug. Aus dieser geschickten Konstellation resultiert ein gleichmäßigeres Lastprofil, das dem tatsächlichen Verbrauchsverhalten der Nutzer näherkommt – die Hybrid-Anlage verhält sich netzdienlich.

SW&W-Redaktion

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