Heizung, Kühlung, Strom und Warmwasser sind bei dem Büroprojekt in Harsewinkel intelligent gekoppelt (Bildquelle: TWL)
Das im nordrhein-westfälischen Harsewinkel ansässige Unternehmen Mussenbrock hat die PVT-Anlage mit einer Wärmepumpe und Klimadecken zu einem Gesamtsystem kombiniert. Die Anlage ist bivalent ausgelegt. Die PVT-Kollektoren erzeugen Strom und Wärme und sind in dieser Anlagenkonfiguration klassisch solarthermisch über den TWL-Pufferspeicher eingebunden. Heizung, Kühlung, Strom und Warmwasser sind intelligent gekoppelt. Im Sommer reduziert der Erdabsorber die Vorlauftemperaturen für das taupunktunabhängige Kühldeckensystem. Im Frühjahr und im Herbst wird die thermische Energie zum Heizen genutzt. Mussenbrock hat die PVT-Fläche auf die Heiz- bzw. Kühllast und den Brauchwasserbedarf abgestimmt. Die Ströme werden geführt, gemessen und visualisiert. Dank der integrierten Regelung wird der Betrieb kontinuierlich optimiert.
Effizientes Kühlen via Flächenkollektor und Kühldecken
"Das Kühlen des Firmengebäudes via Flächenkollektor und die Kühldecken sind äußerst effizient und gleichzeitig kostengünstig, da nur ein Kühlkreislauf mit einer Kreiselpumpe aufrechterhalten werden muss. Unser zusätzlicher Kältepuffer mit AGI-Beschichtung hält die Werkstatt selbst bei 30 Grad Außentemperatur auf angenehmen 22 Grad", freut sich Christian Holst, Produktmanager PVT bei TWL. "Für uns ist dieses System ein Musterprojekt, das zeigt, wie man Gewerbegebäude umweltfreundlich, preiswert und effizient heizen und kühlen kann."
Firmenchef Markus Mussenbrock ergänzt: "Mit dem System haben wir unser Ziel erreicht, regenative Umweltenergien maximal zu nutzen und weitgehend unabhängig von fossilen Quellen zu sein. TWL konnte sowohl die PVT-Anlage als auch die Speicher aus einer Hand liefern. Der Kontakt führte sofort zielführend zum Projekt und war dabei von Anfang an verlässlich und kompetent. Mit der Anlage können wir zeigen, dass PVT hervorragend funktioniert."
Die TWL Technologie GmbH wurde 2002 in Weiden (Oberpfalz) gegründet und zog 2007 aufgrund des starken Wachstums in das nahegelegene Freihung um. Bei der Planung des Gebäudekomplexes wurde darauf geachtet, dass die Ausrichtung und Form des Gebäudes hohe solare Erträge durch direkte Sonneneinstrahlung auf die gläserne Südfassade ermöglichen. Eine 150 m² große Solaranlage auf dem Dach stellt 80 % der jährlich benötigten Heizenergie bereit, der Rest wird von einem Pelletkessel geliefert. Zudem sind alle Dachflächen der vier Werkshallen mit PV-Anlagen belegt, die jährlich 900 MWh Strom erzeugen.