Sensoren einfach in das Profisafe-System integrieren

Bild 1. Mit den beiden Modulen können sicherheitsgerichtete Analogsignale erfasst und
an eine sichere Profisafe-Steuerung übertragen werden. (Quele: Phoenix Contact)

Bild 2. Beim Zweileiter-Anschluss geht der Leitungswiderstand direkt in den Messwert
ein. Diese Anschlussmöglichkeit eignet sich ausschließlich bei geringen Distanzen
zwischen Sensor und Erfassungsmodul. (Quelle: Phoenix Contact)
Beim Modul AXL F PSAI8 1F der Baureihe Axioline (Bild 1) handelt es sich um ein Eingangsmodul zur Verwendung an beliebiger Stelle einer Axioline F-Station, die im Profisafe-System installiert ist.
Das Axioline F-Modul verfügt über vier sichere analoge Eingänge bei einer zweikanaligen Belegung oder acht sichere analoge Eingänge bei einer einkanaligen Belegung. Die analogen Eingänge umfassen einen Eingangsbereich von 4 bis 20 mA. Sie lassen sich anwendungsspezifisch parametrieren und ermöglichen die Integration von Sensoren in das sichere Profisafe-System. Die Einstellung der Profisafe-Adresse erfolgt über einen DIP-Schalter. Abhängig von den Einsatzbedingungen kann der Anwender mit dem Eingangsmodul Sicherheitsfunktionen mit den folgenden Anforderungen im Profisafe-System erreichen:
- bis SIL 3 gemäß IEC 61508
- bis SIL 3 entsprechend EN 62061
- bis Kat.4 /PL e nach EN ISO 13849-1.
Bei einer zweikanaligen Parametrierung geschieht die Überwachung der relativen und absoluten Abweichung sowie der Diskrepanzzeit zwischen den Kanälen direkt auf dem Modul. Die Steuerung erhält ausschließlich den eigentlichen Messwert und ein Qualifier Bit, ob der Wert gültig ist oder außerhalb des erlaubten Bereichs liegt.
Das Modul AXL F PSRTD8 1F der Produktfamilie Axioline F dient als Eingangsmodul für die resistive Temperatur- und direkte Widerstandsmessung. Ebenso wie das Strommessmodul bietet es sich für die Nutzung in Profisafe-Systemen an. Das Modul beinhaltet vier sichere Temperaturmesseingänge bei zweikanaliger Belegung oder bis zu acht sichere Messeingänge bei einer einkanaligen Belegung. Je nach verwendetem Sensor lässt sich bei einer einkanaligen Belegung ein Performance Level bis zu PL d erzielen. Eine zweikanalige Parametrierung ermöglicht in Kombination mit den passenden Sensoren ein Perfomance Level bis PL e. Die widerstandsbasierte Aufnahme von Temperaturen führt in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen der Messstelle und der Erfassung im Modul zu einer Ungenauigkeit. Diese Abweichung kann durch die Auswahl der Anschlusstechnik kompensiert werden. Kommt die Zweileiter-Anschlusstechnik zum Einsatz (Bild 2), wirkt sich der Abstand respektive die Leitungslänge direkt auf die Genauigkeit des Messwertes aus. Durch Nutzung der Dreileiter- oder Vierleiter-Anschlusstechnik (Bild 3) lassen sich auch die Leitungswiderstände ausgleichen.